zahnarztpraxen 21 strategische grundkonzeption DenPhaMedKeine Praxisgründung ohne stimmiges Grundkonzept

Auch Zahnarzt-Erfolge fallen nicht vom Himmel

Längst hat es sich unter Zahnärzten herumgesprochen, dass die ersten Jahre der Neiderlassung die härtesten sind. Das liegt an den besonderen Rahmenbedingungen von Zahnarztpraxen: Hohe Vor- und Betriebskosten, Zahnarzt als „Alleinverdiener“, enge persönliche Patientenbindung und die Praxisausrichtung in Verbindung mit dem Standort-Möglichkeiten.

Es sind also eine Vielzahl persönlicher, wirtschaftlicher, rechtlicher, technischer und regionaler Parameter zu beachten, die alle vor und im Gründungsprozess sinnvoll aufeinander abgestimmt und effektiv ineinander verzahnt werden müssen. Hinzu kommen dann noch die Auswirkungen auf die Privatsphäre des Zahnarztes und die steuerlichen Themen. Am besten in einem in sich stimmigen Businessplan. Das Erstellen eines solchen ist generell eine gute Idee, weil er bei Finanzierungsgesprächen die unternehmerische Eignung dokumentiert.

Früher war alles weniger komplex

Aber es war nicht leichter! Den heute stehen jungen gründungs- oder übernahmewilligen Zahnärztinnen und Zahnärzten eine Vielzahl von Möglichkeiten offen, trotz klar veränderter Rahmenbedingungen dennoch zu einem planbaren Erfolg zu führen. Immer wieder bekanntwerdende Misserfolge haben mit Masse eines gemeinsam: die schlussendlich geründete oder übernommene Praxis passte in einem oder mehreren Aspekten nicht zum gründenden Zahnarzt.

Lohnt sich die Niederlassung überhaupt noch?

zahnarztpraxen 21 strategische grundkonzeption niederlassung DenPhaMedIm Prinzip ja. Nur bedarf es heute neben zahnärztlichen Fähigkeiten auch einer persönlichen Vision, unternehmerischer Fähigkeiten sowie kommunikativer Kompetenz.

Denn insbesondere im entscheidenden Zeitfenster von der finalen Entscheidung zur Selbständigkeit bis zum Anstellen des ersten eigenen Assistenten kommt es allein auf den Praxisinhaber an, ob ihre oder seine Vision von der eignen Praxis wahr wird. Dazu jedoch müssen alle Räder bestmöglich ineinandergreifen.

Der Standort

Irgendwo muss die Praxis ja einziehen. Bei Übernahme ist der Standort bekannt, bei Gründung ist ein geeigneter zu finden. Diese eigentlich banale Entscheidung machen sich jedoch viele Gründer zu leicht. Meist mit dem Entscheidungsmuster, ob die Räume – aus optischen, technischen, persönlichen oder anderen Gründen nicht gefallen oder Preis, die Raumanordnung, das Umfeld oder sonstige Rahmenbedingungen nicht passen. Dabei wird zumeist vom Vorhandenen und Sichtbaren ausgegangen.

Doch bei Zahnarztpraxen ist „what you see“ niemals „what you get“, denn so gut wie jeder Zahnarzt möchte eine Praxis nach seinem Gusto gestalten. Deshalb mangelt es einer solchen Entscheidungsgrundlage dann an zwei wichtigen Aspekten: den statistischen, also der objektiven Erfassung vorhandener Marktpotentiale sowie der gestaltungstechnischen, also dem, was Profis aus dem vorgegebenen Raum machen könnten. Mehr

1A-Lagen sind nicht zwingend Erfolgsgaranten

Konkrete Beispiele jüngst gescheiterter Zahnarztpraxen in bester Lage am Ku-Damm oder in Baden-Baden sowie die seit Jahren überragende Erfolgsstory einer Zahnarztpraxis in Ostrhauderfehn zeigen, dass Lage an sich nicht direkt auf die Erfolgsspur führt.

zahnarztpraxen 21 strategische grundkonzeption erfolgsgaranten DenPhaMedEine professionelle Standortanalyse hilft, diese wichtige Klarheit zu bekommen: Taugt der Standort langfristig für eine Praxisgründung? Dazu gehören Lage, Bevölkerungsstruktur, Kaufkraft sowie Standort-Entwicklungsdaten ebenso wie eine Konkurrenzanalyse inklusive bereits vorhandener oder noch mangelnder Leistungsangebote.

Auch Vernetzungsoptionen und Synergiepotentiale gehören dazu, und natürlich die Verkehrsanbindung.

Es ist also erst einmal weder ein Malus noch ein Bonus, ob man eine bestehende Praxis erwirbt, sich in einer expandierenden Praxis einkauft oder aber eine gänzlich neue Zahnarztpraxis eröffnet.

Entscheidend ist, welche dieser Konstellationen nebst Standort-Potentialanalyse zum zielführendsten Ergebnis zusammenzuführen sind.

Fünf von nahezu unendlich vielen Beispielenzahnarztpraxen 21 strategische grundkonzeption beispielen DenPhaMed

  • Wer familiär eingebunden oder regional verwurzelt ist, sollte mit Präferenz eine standorttreue Lösung anstreben, selbst wenn woanders größere Chancen winken. Denn in der höchst anstrengenden Gründungsphase braucht so gut wie jeder Rückendeckung.
  • Wer sich eher als Chef und Einzelkämpfer am Stuhl versteht und wenig organisatorische Neigungen hat, sollte keine Großpraxis planen, denn dann kommen viel zu viele Verwaltungs-, Koordinierungs- und Führungsaufgaben auf sie oder ihn zu.
  • Wer sich jedoch als Unternehmer-Typ versteht, sollte gleich groß denken und eine entsprechend wachstumsfähige Praxis gründen oder übernehmen.
  • Wer einfach nur Zahnarzt sein möchte, sucht am besten nur nach einem MVZ und wer am liebsten mit bestimmten Patientengruppen (Kinder, Senioren, perfekte Optik/Ästhetik, schwierige Sanierungsfälle) arbeitet, der sollte eine Praxis wählen, in der diese Neigungen oder Kompetenzen gebraucht werden.
  • Und wer viel Wert auf kooperativen Führungsstil legt und sich mit seinen Vorstellungen aktiv einbringen möchte, der sollte lieber mit Gleichgesinnten neu gründen statt sich als Juniorpartner in eine bestehende Praxis mit eingefahrenen Prozessen einzukaufen.

Ein erfolgreiches Gründungskonzept sollte immer auch von der Persönlichkeit des Gründers oder der Gründerin ausgehen, nicht nur vom Raum- oder Arbeitsangebot. Zudem muss es mit den vorhandenen Möglichkeiten im Umfeld kompatibel sein. Deshalb kann es durchaus sein, dass Übernahme und Totalumbau einer bestehenden Praxis zwar die teuerste, aber die beste Lösung ist oder dass der Kauf einer günstigen Praxis zwar verlockend, aber dennoch falsch sein kann und hier die teurere Lösung einer Neugründung langfristig besser ist oder dann man ganz auf eigene Gründung verzichtet und sich stattdessen bestehenden Praxen anschließt.

Das eigene Team mitdenken

Jede Gründung heißt automatische Personalfragen klären. Entweder mit den zu übernehmenden Menschen oder mit neu zu suchenden. Da ist es wegen der Gehälter-Position und der Planung der Mitarbeitersuche wichtig zu wissen, ob die benötigten Angestellten im Einzugsbereich zur Verfügung stehen oder ob man sie aus anderen Praxen abwerben muss. Gebraucht werden immer bestimmte Qualifikationen mit der Aussicht auf ein längeres Engagement. Deshalb kommen neben der Entlohnungsfrage auch Mitarbeiter-Gewinnungs- und Teambindungs-Angebote an, die Gründer gleich mitdenken sollten. Mehr

Praxisausrichtung

zahnarztpraxen 21 strategische grundkonzeption praxisausrichtung DenPhaMedDabei ist es unerheblich, ob es um Tätigkeitsschwerpunkte wie Implantologie oder KFO, Zielgruppen-Angebote durch besondere Dentaltechnik oder iGeL-Angebote oder eine spezielle Positionierung zum Beispiel für Schmerzpatienten, mit kindgerechter Behandlung oder Alterszahnheilkunde geht.

So gut wie immer sind erfolgreiche Praxen straff organisiert, verfügen über ein zeitnahes Controlling der Zahlen und Abläufe und regieren rechtzeitig auf erkennbare Veränderungen. Denn der Personal- und Ressourceneinsatz muss in jeder Zahnarztpraxis, die langfristig erfolgreich sein möchte, gerade in der Phase nach der Niederlassung effizient und ertragreich sein.

Das führt meist automatisch zu besonderem Einsatz des Arztes und seines gesamten Teams, was möglichst kurze Wartezeiten, Terminflexibilität, patientenfreundliche Öffnungszeiten oder erhöhte Werbe- und Kommunikationsleistungen an geht. Weil jeder Gründer weiß, dass es gerade dann drauf ankommt. Fehler, Friktionen, Fluktuation, finanzielle Verluste oder sonstigen Sand im Getriebe darf es in den ersten Jahren einfach nicht geben… Mehr


Kapitalbedarf und wirtschaftliche Effizienz

zahnarztpraxen 21 strategische grundkonzeption kapitalbedarf DenPhaMedEin fast schon selbstverständlicher, aber leider viel zu oft unterschätzter Punkt ist der Finanzbedarf bei einer Praxisgründung.

Meist werden nur die offensichtlichen Positionen wie Kaufpreis, Miete, Finanzierungskosten und die eigene Gehaltsvorstellung klar definiert.

Schon die Betriebskosten sind meist nur geschätzt, während der Posten Goodwill wird ebenso als Verhandlungssache geplant wird wie die Einrichtungs- und Umbau-Kosten. Oft liegen dazu Kostenvoranschläge vor, das sind aber in aller Regel noch keine belastbaren Zahlen.

Wer mit solch einer Finanzierungsplanung zur Bank geht, der zahlt automatisch mehr für seine Kredite, weil das Ratingurteil für seine unternehmerischen Fähigkeiten mau ausfällt. Das Ratingsystem erwartet nämlich eine andere Vorbereitung, die auch Beratungs-, Planungs- und Marketingkosten mit einbezieht, die erkennen lässt, dass man sich um Sicherheitsfragen kümmert, indem man für wirtschaftlich nachteilige Ereignisse oder Entwicklungen Vorsorge betreibt.

Für niedergelassene Zahnärzte, die realistisch einen regelmäßigen Gesamtumsatz pro Behandlungsstunde von mindestens über 300 Euro erzielen müssen, um die laufenden Kosten und den Unternehmerlohn zu erwirtschaften. Das geht mit reiner Kassenleistung so gut wie gar nicht, weshalb in Zahnarztpraxen eine einträgliche Balance aus Kassen- und Privatpatienten, hohen Fallzahlen einfacher Arbeiten gemischt mit komplexen Fälle und vor allem attraktiven Zusatzleistungen wie beispielsweise Prophylaxe, ästhetische Angebote, Vermarkten der Vorteile hochwertiger Materialien, funktionsfokussierte Behandlungen sowie solche gemäß § 28 SGB V, Implantologie mit Aufbau-Leistungen, Prothetik, Lasertherapie oder spezielle Angebote für Schmerzpatienten angestrebt werden sollte.

zahnarztpraxen 21 strategische grundkonzeption zauberwuerfel DenPhaMedZauberwürfel statt Patentrezept

Es gibt kein Patentrezept. Jede Grundkonzeption ist ein Unikat. Definiert aus einer Vielzahl von Daten, Informationen und Vorstellungen. Ebenso übrigens wie jede mir einer Praxiseröffnung oder Praxisübernahme verbundene Erstellung oder Überarbeitung der Praxiswebseite.

Aber wenn alles passt, dann ist es die perfekte Bauanleitung für jede niederlassungswillige Zahnärztin und jeden gründungswilligen Zahnarzt. Unser Team Praxisgründung stellt gerne mit Ihnen zusammen die richtigen Weichen. Anfrage Gründungsberatung (Mail an Zentralbüro)