service 421 dienstfahrten DenPhaMedDienstfahrten

Dienstreiseschäden: Ein vielfach unterschätztes Risiko

Laut einschlägiger Statistiken gehen Autounfälle im ortsnahen Verkehr oft glimpflich aus. In aller Regel kommt es nur zu Kratzern oder kleineren Karosseriebeschädigungen durch unaufmerksame Parkversuche. Personenschäden kommen seltener vor.

Doch nicht so selten, dass man sie ignorieren könnte. Dem Statistischem Bundesamt zufolge gab es im Jahr 2017 mehr als 2,6 Millionen von der Polizei erfasste Verkehrsunfälle. Bei 2,3 Millionen Vorfällen kam es lediglich zu Sachschäden. Doch in immerhin 302.656 Fällen wurden Menschen verletzt. Insgesamt zählt die Statistik 323.799 Leichtverletzte und 66.513 Schwerverletzte. Dazu kommen noch 3.180 Verkehrstote. Pro Tag sind das 7.200 Verkehrsunfälle mit knapp 1.100 Verletzten und fast 9 Todesopfern im Straßenverkehr.

Wie diese Unfälle, wenn sie in irgendeinen dienstlichen Zusammenhang stehen, rechtlich zu würdigen sind, lesen Sie hier

Wie Apotheken- und Praxisinhaber sowie andere Dienstleister im Heilwesen Ihre Fahrzeuge am besten versichern können, haben wir ebenfalls für Sie zusammengetragen. Mehr

Viele Unfälle mit Personenschäden im innerörtlichen Bereich

service dienstreisen wuerfel DenPhaMed

Dabei erweist sich gerade der innerörtliche Verkehr als unfallträchtig: Von den bereits erwähnten 302.656 Unfällen mit Personenschäden geschahen 2017 genau 207.562 in innerörtlichen Bereichen. Zum Vergleich: Auf Autobahnen kam es im selben Jahr zu 20.928 Unfällen, bei denen Menschen verletzt wurden, außerhalb von Siedlungen (ohne Autobahnen) wurden 74.166 erfasst.

Doch selbst, wenn es nur zu einem Blechschaden kommt, kann jeder Unfall den Betriebsfrieden nachhaltig stören. Nämlich immer dann, wenn ein Mitarbeiter, der bei einer Dienstfahrt mit seinem Privatfahrzeug einen Unfall erlitten hat und dadurch einen finanziellen Nachteil erfährt. Ein solches Negativerlebnis macht im Kollegenkreis praktisch automatisch die Runde und führt zu Verunsicherungen.

Die Dienstreise-Kasko: Für viele eigentlich ein Muss

Dagegen würde eine Dienstreise-Kasko helfen, doch diese Kfz-Versicherung ist ein fast immer fehlender Baustein im Versicherungsschutz von Praxis- und Apotheken-Inhabern. Dabei wäre eine Dienstreise-Kasko besonders wichtig, weil im Alltag vieler Heilberufler selbst dann, wenn dienstliche Fahrzeuge vorhanden sind, dennoch Fahrten mit privaten Pkw von Mitarbeitern durchaus häufiger vorkommen. 

Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf die Privatfahrzeuge der Arbeitnehmer, die als PKW oder Kombi (keine LKW, Busse oder Kleinaster), die nicht dem Apothekeninhaber gehören, aber von seinen Mitarbeitern mit deren Einverständnis und genereller Kenntnis und des Inhabers für Lieferfahrten oder Fahrten mit teilweise dienstlichem Zweck – wie beispielsweise der Mitnahme von Packungen auf dem Nachhauseweg oder für Fahrten zu Weiterbildungen oder anderen dienstlichen Veranstaltungen – eingesetzt werden.

Dringende Fahren kommen meist plötzlich und unerwartet

Das liegt einmal darin begründet, dass es oft zu ungeplanten Fahrten kommt, weil beispielsweise ein dringender Anruf, eine kurzfristige Lieferung oder eine Abklärung zum Beispiel mit dem Arzt oder Apotheker keinen Aufschub dulden. Ist dann gerade kein Lieferfahrzeug verfügbar, nimmt ein Mitarbeiter den eigenen Wagen.

service dienstreisekasko land DenPhaMedDarüber hinaus ist es in den allermeisten Apotheken zumindest nicht ausgeschlossen, dass Mitarbeiter auf dem Nachhauseweg kleinere Lieferungen mitnehmen, weil die Empfänger auf dem Heimweg liegen. In diesen Fällen ist eine Dienstreisekasko-Versicherung sogar dringend angeraten. 

In ländlichen Gebieten kommt hinzu, dass Ärzte und Apotheken deutlich größere Einzugsgebiete haben. Damit spielen Fahrzeuge – auch die der Mitarbeiter –eine größere Rolle. Oft ist es sogar die Regel, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kleine Wege mit ihrem eigenen Auto erledigen. Ein weiterer beliebter Dienstreisegrund mit dem privaten Pkw sind schließlich externe Weiterbildungstermine. Hier erscheint es Mitarbeitern oft einfacher, direkt von Zuhause anzureisen, als einen Umweg über Praxis oder Apotheke zu machen.

Aus solchen nach und nach üblich gewordenen oder immer schon gemachten kurzen Wegen erwachsen jedoch gerade den Inhabern und Inhaberinnern von Apotheken und Praxen besondere Risiken, die andere Ärzte und Apotheker so nicht haben.

Welche das sind, lesen Sie hier, und wie man am besten feststellt, ob oder wie häufig man tatsächlich Gefahr läuft, hier finanziell in die Pflicht genommen zu werden, dazu haben wir auch einen praktischen Vorschlag parat: Mehr

Jeder Unfall kann den Betriebsfrieden gefährden

Solange es noch nicht zu einem solchen Unfallereignis gekommen ist, verkennen viele Praxisbesitzer und Apothekeninhaber üblicherweise auch einen weiteren guten Grund für Dienstreisekasko-Policen: den bereits erwähnten Schutz des Betriebsfriedens. Denn schon ein einziger Unfall kann dazu führen, dass der betreffende Mitarbeiter – tatsächlich berechtigte – Ansprüche an den Arbeitgeber stellt und dies zu unerfreulichen Diskussionen in der Praxis oder Apotheke führt.

Mehr zum Thema „dienstliche Mobilität“ finden Sie hier

Beratung gewünscht? Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!