arztpraxen 621 ZDF zur bu DenPhaMedZDF zur BU:

Berufsunfähigkeit in Zahlen, Daten und Fakten

Wir beschränken uns auf die wichtigsten Eckdaten, denn die Medien sind voll von Zahlen, Daten und Fakten zur Berufsunfähigkeitsversicherung: Kaum eine Versicherungssparte ist so statistisch durchleuchtet, wie die der BU. Schließlich handelt es sich um eine der wichtigsten Absicherungen schlechthin: den Schutz der eigenen Arbeitskraft.

Hierzulande werden laut Statistik recht konstant mindestens ein Fünftel aller Berufstätigen irgendwann in ihrem Leben einmal berufsunfähig, beklagten also mehr als 20% Verlust ihrer gewohnten Arbeitskraft für mehr sechs Monate. Das gilt auch für Akademiker. Jedes Jahr stellten in etwa 400.000 Menschen einen mit Berufsunfähigkeit begründeten Rentenantrag. Und mit 350.000 Anträgen ersuchen knapp ebenso viele um Erwerbsminderungsrente. Gleichzeitig erreichen die deutschen Lebensversicherer jährlich rund 60.000 Anträge auf Berufsunfähigkeitsrente.

In der ärztlichen Versorgungswerken sind bekanntlich alle Mitglieder auch gegen BU pflichtversichert. Von den 385.149 berufstätigen Ärzten bezogen laut Statistik der Bundesärztekammer nur 2.637 Versicherte Renten wegen Berufsunfähigkeit. Das sind knapp 0,7 Prozent und damit eine verschwindend kleine Anzahl.

Trotz dieser Zahlen muss man den Deutschen ein gespaltenes Verhältnis zur Absicherung des Wertes der eigenen Arbeitskraft attestieren. Denn während über 60% diesen Schutz für wichtig oder sehr wichtig und nur 23% weniger oder unwichtig halten, sind nur rund 15% aller Haushalte abgesichert, über 55% nicht. Die restlichen 30 Prozent wissen es nicht… Dieser Befund ist übrigens über die Jahre weitestgehend konstant.

Eine Großstadt jedes Jahr

Die jährlichen BU Antragszahlen entsprechen der gesamten Bevölkerung Bochums. Zusammen mit den Erwerbsminderungsanträgen sind wir bei Frankfurt am Main. Ärzte wissen das, denn durch deren Praxen gehen all diese betroffenen Menschen. Sie tragen mit ihrer Arbeit und Expertise dazu bei, dass über 70% der BU- Anträge und rund die Hälfte aller Erwerbsminderungsrenten bewilligt werden. Das gilt auch für Akademiker.

arztpraxen 621 zdf bu grossstadt DenPhaMedInsgesamt betrifft das Thema BU/Erwerbsminderung in etwa zu 40% Frauen und zu 60% die Männer. Bei den Medizinern in der Kammerversorgung sind die Zahlen übrigens mit 50.3% Ärztinnen und 49,7% Ärzte, die Berufsunfähigkeitsrenten beziehen, deutlich ausgeglichener. Das dürfte vor allem an der Verweisungspraxis liegen.

Junge Antragsteller bis 35 Jahre sind selten (rund 5%), dann aber oft dramatisch betroffen, denn hier liegt der Anteil (häufig junger männlicher) Unfallopfer am höchsten.

In der Altersgruppe von 35 bis 50 Jahren siegt das BU-Risiko auf ein Drittel – die jüngere Kohorte etwas mehr, die ältere geringer. In den folgenden 10 Lebensjahren erreicht es mit 50% den Höchstwert (wobei der Prozentsatz von Anträgen durch Frauen ab 50 ständig sinkt), um bei den über-60-Jährigen dann wieder auf 5% zu sinken. Allerdings sind hier Ärzte und Zahnärzte überproportional häufig betroffen, insbesondere die niedergelassenen, da sie in aller Regel auch über das 65. Lebensjahr hinaus praktizieren.

arztpraxen 621 zdf bu warum DenPhaMedWarum werden wir BU?

Früher half eine Unfallversicherung recht oft, heute ist sie ein, wenn auch wichtiges, Add-on.

Denn nur neun Prozent aller BU-Leistungen beruhen auf Unfallfolgen (Ärzte: 5,1%), während psychische Ursachen – von Burn-out bis Suchterkrankungen – mit stetig steigenden Prozentwerten die BU-Statistik anführen.

Heute ist fast jeder dritte BU-Leistungsfall auf nervlich-psychische Ursachen zurück zu führen.

BU Ursachen 2017

Ursachealle Berufenur Ärzte
Nerven/Psyche 31%31%
Skelett/Bewegungsapparat21% 12%
Tumore/Krebs 16% 29%
Herz/Kreislauf 8%11%
Sonstige Erkrankungen (kumuliert)15% 12%
Unfälle9% 5%

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Warum bei BU-Tarifen Ratings und Rankings nichts bringen

 

Zur kurzen Beantwortung dieser Frage hilft ein Blick auf den Sport: Ob Bundesliga oder Formel 1: Es gibt immer einen, der meistens gewinnt und am Ende oben auf dem Treppchen steht. Nehmen wir jedoch die BU-Anbieter in Deutschland, stünden fast alle oben, denn die Bedingungen sind überall so gut wie identisch und der Preiskampf ist mittlerweile auch erloschen.

arztpraxen 621 zdf bu 50 prozent DenPhaMedDie einschlägigen Ratingagenturen vergeben deswegen reihenweise Höchstnoten. Die jüngste, vom Mai 2018, hat 518 (sic!) BU-Tarife untersucht und dabei 340-mal die Höchstnote von fünf Sternen vergeben.

Es kann also nicht an den formalen Bedingungskriterien liegen, warum eine Lösung besser ist als eine andere, sondern es muss andere Entscheidungswege geben.

Gerade auch für Ärzte, deren Finanzbedarf die im Fall einer über 50-prozentigen Berufsunfähigkeit und wenn der Arzt seine Approbation behalten möchte, nur durch eine private Zusatzabsicherung gedeckt werden kann. Mehr (Link auf eigene Ärzte-Lösung)