arztpraxen 631 schwere krankheitenSchutz bei schweren Krankheiten

Dread-Disease: Alternative und Ergänzung zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Wenn man keine umfassende Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten kann, bietet sich eine sogenannte Dread-Disease-Versicherung an, die bei bestimmten schweren Erkrankungen leistet. Bei dieser Art Absicherung ist die Diagnose einer der im Versicherungsvertrag festgelegten Erkrankung der Auslöser für eine Einmalzahlung der Versicherung.

Die hohen Summen, die im Falle einer solchen Erkrankung zur Auszahlung kommen, helfen den Betroffenen sehr, den dann in aller Regel akut auftretenden Liquiditätsbedarf unmittelbar einsetzen zu können. Da allerdings diese Versicherung eine Reihe von Erkrankungen, die für viele Berufsunfähigkeitsfälle verantwortlich sind, von dieser Absicherung üblicherweise ausschließt, kann sie nur als zweitbeste Lösung angesehen werden.

versicherbar

Zu den versicherbaren Krankheiten gehören üblicherweise:

  • Herzinfarkt und Schlaganfall
  • Tumorerkrankungen
  • Multiple Sklerose 
  • Verlust elementarer Fähigkeiten (z.B. Sehen, Hören)
  • Erkrankungen des Nervensystems
  • Schwere Unfallfolgen und Koma

nicht versicherbar

Erkrankungen, die in der Regel nicht versicherbar sind:

  • Pflegebedürftigkeit (nur bei wenigen Anbietern eingeschlossen)
  • Weniger schwere und zeitlich befristete Folgen eines Unfalls 
  • Erkrankungen des Skeletts 
  • Suchtfolgen

Ärzten zur zu gut vertraut: Die Folgen schwerer Erkrankungen

Eine schwere Erkrankung bedeutet für Betroffene oft einen mehrfachen Schicksalsschlag.

arztpraxen 631 schwere krankheiten erkrankungen DenPhaMedZum einen müssen sie sich mit Einschränkungen im täglichen Leben und im Beruf abfinden, zum anderen verschlechtert sich die Einkommenssituation abrupt, wenn der Arztberuf nicht mehr ausgeübt werden kann. Zudem müssen in solchen Situationen oft Umbauarbeiten im eigenen Zuhause oder am Kraftfahrzeug vorgenommen werden und auch die gesamte Lebenshaltung wird nicht selten schlagartig kostenintensiver.

Ärzte wissen auch aus erster Hand, dass diese Krankheiten kein vernachlässigbares Risiko sind. Immerhin gehören Krebs, Schlaganfälle und Herzinfarkte längst zu den Volkskrankheiten. So ist beispielsweise fast jeder vierte Todesfall in Deutschland auf ein krankes Herz zurückzuführen, wie ein Bericht der Deutschen Herzstiftung von 2017 darlegt. Und die Zahl, die das Bundesgesundheitsministerium für jährliche Krebs-Neuerkrankungen ausweist, ist mit rund 476.000 Menschen sehr beachtlich. 

Jährliche Dread-Disease-Fälle: Es geht eher um Köln denn um Duisburg

arztpraxen 631 schwere krankheiten dread disease DenPhaMedWenn also jährlich annähernd die Einwohnerzahl der fünfzehntgrößten Stadt Deutschlands – Duisburg – neu an Krebs erkranken, dann dürfte die Summe aller von einer durch Dread-Disease-Policen versicherbaren Krankheiten betroffenen Menschen jährlich in etwa auf Millionenniveau liegen. Das wäre mit Köln dann die viertgrößte Stadt Deutschlands.

All diesen Menschen würde eine Dread-Disease Police zumindest finanziell helfen, wenn die im Versicherungsvertrag festgelegte Krankheit im dafür festgelegten Schweregrad eingetreten ist. Sind die Bedingungen erfüllt, erfolgt eine Einmalzahlung. Und zwar unabhängig davon, ob oder in welchem Maße der Versicherte seinen Beruf weiter ausüben kann oder nicht.

Damit schwere Krankheiten nicht zur Schicksalsentscheidung über die Praxis werden

Dieses Produktmerkmal bietet niedergelassenen Ärzten und Ärztinnen in solch einer misslichen Lage die Möglichkeit, die eigene Praxis selbst oder durch einen Vertreter noch eine Zeit lang am Laufen zu halten, bis eine langfristige Lösung gefunden ist oder der betroffene Arzt wieder soweit genesen ist, dass er wieder einsteigen kann. Damit wird eine für Ärzte in aller Regel ebenso schwierige wie belastende Frage vertagt, nämlich die der Rückgabe der ärztlichen Approbation, um im Rahmen der Kammerversorgung eine Berufsunfähigkeitsrente beantragen zu können.

Vor- und Nachteile im direkten Vergleich zur BU

Nachteile

Der eingeschränkte Versicherungsumfang ist natürlich ein Nachteil. Allein schon, weil der mit Abstand häufigste Grund für eine Berufsunfähigkeit – die psychischen Erkrankungen – grundsätzlich ausgeschlossen sind.

Zudem endet der Vertrag in aller Regel mit der Auszahlung, die Betroffenen sind also für einen weiteren Krankheitsfall ohne Absicherung.

Soll eine Dread-Disease-Versicherung so ausgestaltet werden, dass die Auszahlung als Puffer bis zum Erreichen des Ruhestandsalters ausreicht, kann die Absicherung zudem sehr teuer werden.

Vorteile

Im Krankheitsfall ist meist sehr schnell geklärt, ob die Versicherung leisten muss. Deshalb steht auch die Versicherungssumme verhältnismäßig schnell zur Verfügung.

Betroffene brauchen weder eine über 50%ige Berufsunfähigkeit nachweisen, wie es bei privaten BU-Policen erforderlich ist, noch müssen sie wie bei der Kammerversorgung Ihren Beruf endgültig aufgeben.

Das Geld steht zur freien Verfügung und kann so eingesetzt werden, wie die oder der Betroffene es wünscht.

Resümee

Trotz der Nachteile kann eine Dread-Disease-Versicherung dann eine Alternative für einen Berufsunfähigkeitsschutz sein, wenn dieser aufgrund einer Vorerkrankung nicht mehr oder nur mit unannehmbaren Einschränkungen abschließbar ist oder dadurch zu teuer würde.

arztpraxen 631 schwere krankheiten resuemee DenPhaMedSie ist auch dann eine sehr gute Wahl, wenn – und da sind Mediziner sich selbst die sachkundigsten Ratgeber – in der Familie besondere Dispositionen für in einer Dread-Desease-Versicherung versicherte Krankheitsbilder besteht.

Und gerade für Ärztinnen und Ärzte mit jungen Familien und noch nicht abbezahltem Eigenheim kann eine solche Police als ergänzende Absicherung sehr viel Sinn machen.

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