Hygiene

Ein längst vergangener Traum?

Während die Metropolregionen in Deutschland seit Jahren wachsen, müssen ländliche Räume mit schrumpfenden Bevölkerungen zurechtkommen. Diese Entwicklung hat nicht zuletzt Auswirkungen auf die medizinische Versorgung. Stadtbewohner haben keinerlei Probleme, einen Arzt zu finden, und bei Apotheken herrscht die große Vielfalt. Menschen, die in kleinen Kommunen leben, haben dagegen oft weder einen Hausarzt noch eine Apotheke in der näheren Umgebung. Im Krankheitsfall sind lange Wege die Regel. Es muss davon ausgegangen werden, dass sich die Abwanderung aus den ländlichen Räumen weiter verstetigt. Die heute schon beobachtbaren Strukturschwächen dürften also noch größer werden.

Generationenwechsel in der Gesundheitsbranche

Verschiedene Ursachen haben zu den heutigen Strukturproblemen beigetragen: Aus den ländlichen Räumen wandern vor allem jüngere Menschen – meist aus beruflichen Gründen – ab, während die Älteren, die häufiger medizinische Leistungen in Anspruch nehmen müssen, zurückbleiben. Zudem erreichen die geburtenstarken Jahrgänge langsam das Ruhestandsalter. Das macht sich auch im Gesundheitssektor bemerkbar. So plane fast jeder vierte Arzt in den kommenden fünf Jahren aus dem Berufsleben auszuscheiden, sagte Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), bei der Vorstellung der Ärztestatistik 2016.
(http://www.bundesaerztekammer.de/ueber-uns/aerztestatistik/aerztestatistik-2016/)

Der Statistik zufolge sind rund ein Drittel aller Allgemeinmediziner und Allgemeinmedizinerinnen 60 Jahre oder älter. In Apotheken ein ähnliches Bild: Das Durchschnittsalter der Apothekeninhaber liegt laut ABDA bei 53 Jahren, die Inhaberinnen sind mit durchschnittlich 50 Jahren etwas jünger.
Während sich in größeren Städten und Metropolregionen der Generationenwechsel im Gesundheitsbereich wohl ohne größere Probleme vollzieht, dürfte die medizinische Versorgung in peripheren Zonen weiter ausdünnen – sofern nicht gegengesteuert wird.

Hier sehen wir eine unserer Aufgaben. Als Partner der Gesundheitsbranche und der kommunalen Institutionen will unser Netzwerk seinen Teil dazu beisteuern, dass die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum wieder besser Fuß fasst. Fordern Sie unsere Erfahrungen ab (Mail an Zentralbüro)

Alte Praxen ziehen keine neuen Ärzte an

Praxen- und Apothekenschließungen sind nur ganz selten rein wirtschaftliche Entscheidungen. Viele Ärzte und Apotheker bemühen sich redlich um eine Nachfolge, viele motivieren die täglichen Fragen und Bitten ihrer Patienten und Kunden, ja nicht aufzuhören, zum Weitermachen bis ins hohe Alter, andere haben aufgegeben und schließen ihre Praxen für immer.

Allerdings betreiben Ärzte und Apotheker, wenn sie in den Lebensabschnitt kommen, in dem sie selbst ans Aufhören denken, oft auch entsprechend ältere Praxen, nicht selten mit veralteter Technik und ungeeigneter Bausubstanz. Oft müssten potentielle Nachfolger aus rein räumlicher Notwendigkeit auch das Wohnhaus mit erwerben. Möglicherweise gefällt das nicht oder Wohnen und Arbeiten unter einem Dach steht nicht zur Debatte oder die vorhandene Praxisausstattung passt nicht … dann platzt die Übernahme trotz allseitigem guten Willens.

 

Unser Tipp: sprechen Sie zunächst nur mit ausgewählten Experten Ihres Vertrauens. Sagen Sie dazu in der Öffentlichkeit jedoch erst einmal nichts. Denn dann sinken meist schon die Erfolgschancen, der Übergabeprozess wird schwerer und der Erlös sehr oft gemindert. Wenn Ihr Konzept einmal steht und die „Braut“ möglichst hübsch ist, dann hören Ihnen potentielle Nachfolger viel interessierter zu…

 

Wir stehen Ärzten, Zahnärzten und Apothekern, die ihr Lebenswerk in jüngere Hände geben wollen, überall in Deutschland mit Rat und Tat zur Seite. Immer den Zielen verpflichtet, dass

  • die Nachfolgersuche erfolgreich abgeschlossen werden soll,
  • der geplante Zeitraum für den Generationenwechsel möglichst eingehalten wird und
  • die Konditionen bestmöglich kalkuliert sind, aber gleichzeitig jeder kritischen Prüfung Stand halten.

Hierzu ist ein erstes vertrauliches Gespräch in etwa fünf, mindestens aber drei Jahre vor dem geplanten Übergang angeraten. Denn die entscheidenden Weichen müssen bereits weit im Vorfeld gestellt werden.
Sicher haben Sie nun einige Fragen. Wir rufen Sie gerne dazu an. Rückrufbitte (Mail an Zentralbüro - Name und Tel.Nr. reicht)

Gesundheitsversorgung als kommunale Kernaufgabe

Die Wanderungsbewegungen vom Land in die Stadt in Verbindung mit den immer deutlicher hervortretenden Konsequenzen einer nicht mehr stabilen Bevölkerungspyramide sowie die damit einhergehenden Konsequenzen für die Gesundheitsversorgung haben dazu geführt, dass in Ballungsräumen von einer Überversorgung mit Ärzten in der Primärversorgung und noch deutlicher bei Fachärzten gesprochen werden kann, während es jenseits der Metropolregionen eine deutlich steigende Unterversorgung gibt. Bei Apotheken wird zur verlässlichen und wirtschaftlichen Versorgung der Bevölkerung mit rund 4.000 Einwohnern pro betreuender Apotheke kalkuliert.

Eine stabile zumindest grundlegende medizinische Versorgung ist nur gegeben, wenn – als Minimum – neben dem Hausarzt auch eine Apotheke vor Ort ist. Die beste Antwort auf den Niedergang der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum dürfte ein kommunales MVZ sein. Das kann ein einzelner Landarzt neben seiner Praxis jedoch kaum alleine stemmen. Hier sind auch die Kommunen gefragt. mehr (link auf firma/berater/MVZ)