arztpraxen flaechendeckende versorgung DenPhaMedFlächendeckende medizinische Versorgung

Ein gerade in ländlichen Regionen längst vergangener Traum?

Während die Metropolregionen in Deutschland seit Jahren wachsen, müssen ländliche Räume mit schrumpfenden Einwohnerzahlen zurechtkommen. Diese Entwicklung hat nicht zuletzt Auswirkungen auf die medizinische Versorgung. Stadtbewohner haben keinerlei Probleme, einen Arzt zu finden, und bei Apotheken herrscht die große Vielfalt.

Menschen, die in kleinen Kommunen leben, haben dagegen oft weder einen Hausarzt noch eine Apotheke in der näheren Umgebung. Im Krankheitsfall sind lange Wege die Regel. Es muss davon ausgegangen werden, dass sich die Abwanderung aus den ländlichen Räumen weiter verstetigt. Die heute schon beobachtbaren Strukturschwächen dürften also weiter ausbreiten.

arztpraxen 3 flaechendeckende versorgung land DenPhaMedUm diesem Trend entgegen zu wirken, haben viele Kommunen die Strukturierung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum auf die Agenda zu setzen. Die Niederlassung von Ärzten weiterhin dem Zufall zu überlassen, wer eventuell wo eine Praxis eröffnen wird, ist jedenfalls keine Option mehr.

Die meisten Kommunen müssen heute radikal umdenken und Ärzten, Apothekern, Sanitätsfachhäusern sowie der häuslichen Pflege einen attraktiven Ort anbieten und diesen möglichst bereits an den medizinischen- und pharmakologischen Fakultäten effizient vermarkten. Mehr

Egal ob als Bürgermeister oder Heilberufler: Sollte das Thema „Medizinische Versorgung neu strukturieren“ auch in Ihrer Kommune gerade ganz groß auf der Tagesordnung stehen, werden Sie eventuell ein Gespräch mit unseren Standortentwicklern hilfreich finden, die genau das seit Jahren machen. Anfrage regionale medizinische Versorgung (Mail an Zentralbüro)

Generationenwechsel in der Gesundheitsbranche

Verschiedene Ursachen haben zu den heutigen Strukturproblemen beigetragen: Aus den ländlichen Räumen wandern vor allem jüngere Menschen – meist aus beruflichen Gründen – ab, während die Älteren, die häufiger medizinische Leistungen in Anspruch nehmen müssen, zurückbleiben. Zudem erreichen die geburtenstarken Jahrgänge langsam das Ruhestandsalter. Das macht sich auch im Gesundheitssektor bemerkbar. So plant fast jeder vierte Arzt in den kommenden fünf Jahren aus dem Berufsleben auszuscheiden. Das sagte zumindest Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), bei der Vorstellung der Ärztestatistik 2016

arztpraxen 3 flaechendeckende versorgung generationenwechsel DenPhaMedDer Statistik zufolge sind rund ein Drittel aller Allgemeinmediziner und Allgemeinmedizinerinnen 60 Jahre oder älter. In Apotheken bietet sich ein ähnliches Bild:

Das Durchschnittsalter der Apothekeninhaber liegt laut der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V. (ABDA) bei 53 Jahren, die Inhaberinnen sind mit durchschnittlich 50 Jahren etwas jünger.

Während sich in größeren Städten und Metropolregionen der Generationenwechsel im Gesundheitsbereich wohl ohne größere Probleme vollzieht, dürfte die medizinische Versorgung in peripheren Zonen weiter ausdünnen – sofern nicht gegengesteuert wird.

Hier sehen wir eine unserer Aufgaben. Als Partner der Gesundheitsbranche und kommunaler Institutionen will unser Netzwerk seinen Teil dazu beisteuern, dass die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum erhalten bleibt oder wieder Fuß fasst. Fordern Sie unsere Erfahrung an (Mail an Zentralbüro)


Alte Praxen ziehen keine neuen Ärzte an

arztpraxen 3 flaechendeckende versorgung alte praxen DenPhaMedPraxisschließungen erfolgen nur selten aus wirtschaftlichen Gründen. Eine deutlich größere Gefahr für den Fortbestand einer Praxis ist der Generationenwechsel.

Zwar bemühen sich die meisten Ärzte und Ärztinnen redlich um eine Nachfolge, doch das gelingt nicht immer. Oft werden diese Inhaber dann von den Bitten ihrer Patienten, bloß nicht aufzuhören, zum Weitermachen bis ins hohe Alter motiviert. Und erst, wenn es nicht mehr geht, werden solche Praxen geschlossen

Allerdings betreiben Ärzte, wenn sie nach einem langen Berufsleben ans Aufhören denken, oft auch entsprechend älter erscheinende Praxen; nicht selten mit veralteter Technik und in vermeintlich ungeeigneter Bausubstanz.

Daraus entsteht zuerst einmal ein optisch-emotionales Verkaufshindernis, das jedoch die Verhandlungsposition des Praxisinhabers signifikant verschlechtern kann:


arztpraxen 3 flaechendeckende versorgung labirent DenPhaMedDenn in solchen Fällen scheitern Übernahmen oft schon am Ersteindruck möglicher Interessenten, oder werden zumindest deutlich erschwert.

Denn was vor 20 oder 30 Jahren angemessen war und für den geregelten Praxisbetrieb ausreichend galt, entspricht heute nicht mehr den Erwartungen junger Ärztinnen und Ärzte.

In solchen Fällen hilft dann auch der gute Wille auf beiden Seiten nicht mehr. Eine Übernahme kommt nicht zustande.

Unser Tipp:

Wenn Sie Ihre Praxis abgeben wollen, dann sprechen Sie zunächst nur mit ausgewählten Experten Ihres Vertrauens über das Vorhaben. In der Öffentlichkeit sollten Ihre Pläne nicht bekannt werden. Denn sonst sinken oft die Erfolgschancen, der Übergabeprozess wird komplizierter und der Erlös nicht selten gemindert. Wenn Ihr Konzept einmal steht und die Praxis zumindest in Teilen modernisiert wurde, finden sich potenzielle Nachfolger deutlich einfacher.

Wir stehen Ärzten, Zahnärzten und Apothekern, die ihr Lebenswerk in jüngere Hände legen wollen, deutschlandweit mit Rat und Tat zur Seite. Immer Ihren Zielen verpflichtet, so dass

  • die Nachfolgersuche erfolgreich abgeschlossen werden kann,
  • der geplante Zeitraum für den Generationenwechsel möglichst eingehalten wird und
  • die Konditionen bestmöglich kalkuliert sind, aber gleichzeitig jeder kritischen Prüfung Stand halten.

Hierzu ist ein erstes vertrauliches Gespräch in etwa fünf, mindestens aber drei Jahre vor dem geplanten Übergang angeraten. Denn die entscheidenden Weichen müssen bereits weit im Vorfeld gestellt werden. Möglicher Weise haben Sie nun einige Fragen. Wir rufen Sie gerne dazu an. Rückrufbitte (Mail an Zentralbüro)

Gesundheitsversorgung als kommunale Kernaufgabe

arztpraxen 3 flaechendeckende versorgung kommunale kernaufgabe DenPhaMedDie Bevölkerungswanderungen vom Land in die Stadt und die damit einhergehenden Konsequenzen für die Gesundheitsversorgung haben dazu geführt, dass in Ballungsräumen von einer Überversorgung bei niedergelassenen Ärzten gesprochen werden kann – bei Fachärzten kommt dieser Effekt besonders stark zum Tragen. Jenseits der Metropolregionen dünnt die medizinische Versorgung dagegen immer weiter aus, so dass in einigen Gebieten bereits eine Unterversorgung konstatiert werden muss. Mehr

Eine stabile, zumindest grundlegende medizinische Versorgung ist nur gegeben, wenn – als Minimum – neben dem Hausarzt auch eine Apotheke vor Ort ist. Die beste Antwort auf den Niedergang der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum dürfte derzeit wohl das kommunale Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) oder eine kommunale überörtliche Berufsausübungsgemeinschaft (ÜBAG) sein. Hier sind Kommunen gefragt, die für eine Erhaltung oder für den Ausbau der medizinischen Versorgung die nötigen Rahmenbedingungen und Anreize bieten. Mehr