arztpraxen 62 berufsunfaehigkeit arzt DenPhaMedBerufsunfähigkeit und Krankheiten

Mit Ärzten darüber zu reden, heißt Eulen nach Athen zu tragen

Ärztinnen und Ärzten jedweder Fachrichtung Vorträge darüber zu halten, dass jeder Mensch krank werden oder seine Arbeitsfähigkeit verlieren kann, ist müßig, denn sie sehen es jeden Tag vielfach. Dennoch ist es wichtig, mit ihnen über ihre eigenen Berufsunfähigkeitsrisiken zu sprechen, denn die bekannten Verdrängungssysteme von ‚ich doch nicht‘ bis ‚wird schon irgendwie gehen‘ gelten auch für Mediziner.

Das Problem mit dem Berufsunfähigkeitsschutz ist immer dasselbe: Er muss in gesunden Zeiten abgesichert werden, am besten bereits so früh wie möglich nach Beginn der Ausbildung. Denn niemand wird im Alter gesünder und deshalb ist das dann am günstigsten. Leider kollidiert die Prämie dann jedoch mit anderen Positionen wie schmalen Geldbeuteln, Auto, erster eigener Wohnung oder Familiengründung.

Plötzlich geht nichts mehr

Beim Verlust der Arbeitskraft gehört der Arztberuf natürlich nicht zu den Hochrisikoberufen. Da stehen Handwerker und im Gesundheitssektor die physisch wie psychisch anspruchsvollen Pflegeberufe ganz oben.

arztpraxen 62 berufsunfaehigkeit arbeitskraft DenPhaMedDass Ärzte statistisch eher selten betroffen sind, hat einen eindeutigen Vorteil: Der Versicherungsschutz ist relativ preiswert zu haben. Gleichzeitig darf die Statistik jedoch nicht als Grund für eine allgemeine Entwarnung gelesen werden, denn wenn es Ärzte trifft, fallen diese meist besonders tief.

Und das wiederum hat nicht unwesentlich mit dem Berufsunfähigkeitsschutz in der Kammerversorgung zu tun, der eigentlich eher ein erweiterter Erwerbsunfähigkeitsschutz genannt werden müsste. Mehr

Die Statistik zeigt auch, dass Unfälle nur etwas mehr als 9 Prozent aller Fälle von Berufsunfähigkeit verursachen. Viel häufiger sind Krankheiten die Ursache für den Verlust der Fähigkeit zu arbeiten. Psychische Erkrankungen machen mehr als 30 Prozent aller Berufsunfähigkeiten aus. Dazu kommen noch Krankheiten des Skeletts und des Bewegungsapparats, Tumore und Herz- sowie Gefäßerkrankungen als weitere häufig auftretende Gründe für eine Berufsunfähigkeit. Mehr

Daher sollte eine finanzielle Absicherung für den Fall, dass der Beruf nicht mehr ausgefüllt werden kann, trotz Kammerversorgung, die nicht immer ausreichend ist, in jedem Fall zumindest in Betracht gezogen werden. Mehr

BU-Ratio versus Lebensemotionen: wer gewinnt?

Wo rationale Argumente auf Bauchgefühl treffen, ist das Ergebnis meist gastrisch prädeterminiert. Gehen wir es also emotional an: Die Absicherung der eigenen Arbeitskraft gehört zum Wichtigsten, was Menschen schützen sollten. Denn davon hängt ihr ganzes Leben ab und meist auch das ihrer Familie. Damit geht es hier dann zu den Zahlen, Daten und Fakten: Mehr

Aber es geht immer auch um eine rechtliche Würdigung, denn BU-Themen landen leicht vor Gericht. Mehr

BU für Ärzte: privat ergänzt Kammer

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Lassen Sie uns also kurz über „BU für Ärzte“ sprechen: Jeder Arzt braucht eine solche eigenständige Absicherung, denn die Chancen, irgendwann einmal in seinem Beruf für eine gewisse Zeit oder gar nicht mehr arbeiten zu können, ist groß. Zu den üblichen krankheitsbedingten Risiken, die wir uns aufzuzählen verkneifen, kommen berufsbedingte Risiken durch hohe Arbeits- und psychische Belastungen. Zudem sind Berufsverbote wegen Infektionen oder ähnlichen Gründen auch immer möglich.

All das ist im Rahmen der Kammerversorgung erst bei 100% - also bei Aufgabe der ärztlichen Tätigkeit – abgesichert. Deshalb sind auch die Zahlen der Ärzte, die eine Berufsunfähigkeitsrente von ihrem Versorgungswerk erhalten im Verhältnis zu allen Erwerbstätigen sehr klein. Mehr

Die Zahlen dort sehen nämlich anders aus: denn fast jeder fünfte Berufstätige ist irgendwann in seinen Berufsleben vom Thema Berufsunfähigkeit persönlich betroffen. Der gravierende Unterschied geht vor allem auf drei Kernaspekte zurück: erstens die Möglichkeit einer zeitweiligen BU, zweitens die Möglichkeit des Verbleibs im Beruf und drittens der Verzicht auf die abstrakte Verweisung.

Ein privater Berufsunfähigkeitsschutz greift eben schon bei einer festgestellten 50%igen Berufsunfähigkeit von mindestens sechs Monaten Dauer. Er umfasst auch psychische Erkrankungen, kann auf Zeit anerkannt werden und Verweisungen sind meist ausgeschlossen. Das sind die vier wichtigsten Gründe, warum Mediziner/innen einen eigenen kammerversorgungsunabhängigen Schutz bei Berufsunfähigkeit brauchen. Mehr

Auf Godot zu warten: keine gute Idee

Irgendwann kommt so gut wie jeder Mediziner an den Punkt, dass er sich fragt, ob die ärztliche Karriere glatt durchläuft oder ob nicht.

arztpraxen 62 berufsunfaehigkeit godot DenPhaMedDas kann vielfältige Gründe haben: Niederlassung, weitere Qualifizierungen, Führungsverantwortung, Lehrauftrag sind positive; Stundenbelastung, belastende Routine oder einschneidende Erfahrungen, körperliche oder psychische Limits sind einige der negativen Indikatoren.

Sollte an einer solchen Wegmarke der beruflichen Karriere noch kein BU-Schutz bestehen, könnte das die letzte Möglichkeit sein, einen solchen noch zu bekommen. Ist der Grund für die Veränderungen jedoch schon ein gesundheitlicher – von Unfall über eigene Erkrankungen bis Burnout – dann ist es für deine klassische private BU wohl schon zu spät.

Von daher unser Aufruf an alle Ärztinnen und Ärzte: nehmen Sie die Gelegenheit wahr, und lassen Sie für sich von unseren BU-Experten einen individuell passenden Berufsunfähigkeitsschutz erarbeiten oder einen bereits bestehenden fachlich überprüfen. Ihre Anfrage ist für Sie kostenlos – für uns jedoch verbindlich: Sie erhalten eine individuelle Antwort, garantiert nicht ‚von der Stange‘.

  • Anfrage Vorschlag BU-Schutz (Mail an Zentralbüro)
  • Anfrage Überprüfung BU-Schutz (Mail an Zentralbüro)

Zu spät für BU: dann Plan B

Eines vorweg: Es gibt keinen auch nur annähernd gleichwertigen Ersatz für eine berufs- wie bedarfsgerechte Berufsunfähigkeits-Police.

arztpraxen 62 berufsunfaehigkeit planb DenPhaMedDeshalb steht am Anfang jeder Beratung immer erstmal die BU. Für junge oder angehende Ärztinnen und Ärzte ist es sogar relativ leicht und günstig, einen solchen zu bekommen, denn als Akademiker gehören sie zu den bevorzugten Berufsgruppen und haben auch in aller Regel keine Probleme mit den geforderten Prämien.

Kommt die BU jedoch – dann meist immer aus gesundheitlichen Gründen – nicht in Frage, gibt es diverse Alternativen, die es zu prüfen gilt. Zunächst bietet sich dann in aller Regel die Absicherung für den Fall schwerer Krankheiten an.

Wenn auch das nicht geht, ist der Basis-Schutz in Erwägung zu ziehen. Obwohl keine dieser Angebote den Risiko-Kanon eines guten BU-Schutzes abdeckt, werden dennoch einzelne extreme Risikoelemente abgesichert wie Erwerbsunfähigkeit, Grundfertigkeiten oder Unfälle.