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Die ersten fünf Jahre sind entscheidend

Der Start als niedergelassener Arzt ist nicht einfach: Vor allem die ersten Fünf Jahre sind mittlerweile zu so etwas wie einer inoffiziellen Reifeprüfung geworden. Denn kurz vor und nach Beginn der Selbstständigkeit können schwerwiegende Fehler begangen werden, die sich nicht mehr korrigieren lassen. Zu diesen Fehlern gehört unter anderem die Vernachlässigung einer Standortanalyse. Wird diese nicht oder nur oberflächlich gemacht, erweist es sich oft, dass die übernommene oder neu aufgebaute Praxis die in sie gesteckten wirtschaftlichen Erwartungen nicht erfüllen kann.

Praxisplanung beginnt schon im PJ

Für die allermeisten Studierenden der Medizin ist das PJ erstmal „nur“ ein wichtiger Schritt zum Traumberuf, nämlich derjenige, der die angehenden Mediziner/innen mit dem Klinikalltag vertraut machen soll. Offensichtlich klappt das nicht immer zur Zufriedenheit aller Studieren. Im Netz finden sich nämlich Schlagworte wie Hakenhalter, Hilfspfleger, nichts gelernt, nur zugeschaut, rauer Umgangston, keine Zeit und/oder Desinteresse. Natürlich gibt es auch viele gute PJ-Plätze. Wer sich also rechtzeitig kümmert, findet sicher auch den richtigen Platz fürs PJ.

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Mindestens genauso wichtig, aber allzu oft nicht genutzt, ist die Chance, in dieser Phase des Studiums auch über die nun anstehenden zwölf Monate hinaus zu denken. Zumindest diejenigen, die mittelfristig von einer eigenen Praxis träumen, sollten sich im PJ auch die Zeit nehmen, die ersten Pflöcke für die eigenen Karriere einzuschlagen. Das sind die Stichworte:

  • Den richtigen Karriereberater finden. Hier bietet sich ein erster Kontakt mit ausgewiesenen Experten an. Unsere Gründungs- und Karriereberater stehen dazu gerne zur Verfügung
    • Anfrage Erstgespräch Ärzteberater/in (Mail an Zentralbüro)
  • Kommende Investitionen richtig einschätzen. Denn wer rechtzeitig über die karrierebedingten Konditionen informiert ist, der kann auch finanziell die richtigen Entscheidungen treffen.
    • Anfrage Erstgespräch Wirtschaftsberater/in Arztberuf (Mail an Zentralbüro)
  • Die wichtigsten Karriere-Absicherungen gleich richtig einbauen. Der Arztberuf birgt offensichtliche Risiken. Aber es gibt auch viele Klippen, die – wenn nicht rechtzeitig erkannt – später den Schritt in die eigene Praxis erheblich behindern können.
    • Anfrage Beratung Absicherung Arzt-Karriere (Mail an Zentralbüro)

Gezielt investieren zahlt sich aus

Auch zu geringe Investitionen können die Zukunft einer Praxis gefährden. Zwar ist es nachvollziehbar, dass angehende Ärzte und Zahnmediziner ihre Ausgaben angesichts der hohen Kosten für eine Neugründung oder Übernahme zu deckeln versuchen. Doch wenn eine übernommene Praxis mit veralteten Geräten weitergeführt oder auf eine notwendige Renovierung verzichtet wird, sendet das ein fatales Signal. Denn obwohl die Patienten bisher dem „alten“ Inhaber gern gefolgt sind, auch in veralteten Umfeld, heißt das nicht, dass der „neue“ einfach damit weitermachen kann. Der Irrglaube, man würde den Patienten weniger Veränderung zumuten und ihnen die gewohnte Praxis lassen, kann zum Niedergang der Praxis führen, Weil die bestehenden Patienten solche Veränderungen meist erwarten und solche, die den „Neuen mal testen“ wollen, abgeschreckt werden und nicht wiederkommen.
 

Zu hoher Kaufpreis belastet die Zukunft

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Ein langfristig wirkendes Missgeschick liegt vor, wenn Ärzte für eine Praxis einen zu hohen Kaufpreis bezahlen. Auch zu hohe Mieten können sich als schwere Hypothek herausstellen. Gerade bei der Übernahme sollten sich Gründer deshalb nicht auf Gutachten oder Aussagen des Besitzers verlassen, sondern sich immer auch mindestens eine zweite Meinung einholen, der den Verkaufspreis kritisch hinterfragt. Gerade bei Gemeinschaftspraxen können zudem mit dem Einstieg ungewollt Altlasten der Vorbesitzer übernommen werden, die sich als schwere Bürde herausstellen.

Im Praxisalltag kommt es ebenfalls immer wieder zu Fehlern, die den wirtschaftlichen Erfolg infrage stellen. Abrechnungsfehler zum Beispiel können Ärzte um wohlverdiente Einkünfte bringen. Hier hilft oft schon der Einsatz einer guten Praxis-Software, um solche Verluste zu verhindern. Ein weiteres Problem kann entstehen, wenn eine Praxis nicht genügend Angebote für Selbstzahler bereithält. Gerade dann, wenn es keine oder nur wenige Privatpatienten gibt. Wer auf zusätzliche Leistungen setzt, die nicht als klassische Heilbehandlungen gelten, kann mitunter Probleme mit der Steuerverwaltung bekommen. Darüber hinaus werden Fehlentwicklungen oft nicht frühzeitig erkannt, weil es an einem Risikomanagement mangelt.

Mediziner müssen viele Probleme meistern! Manchmal braucht es dafür Hilfe

Niedergelassene Ärzte und Zahnärzte haben heutzutage mit vielfältigen Widrigkeiten zu kämpfen. So gehören Mediziner beispielsweise schon längst nicht mehr zu den sorgenfreien Großverdienern, wie es allgemein noch immer geglaubt wird. „Niedergelassene Ärzte arbeiten viel – aber ihr Verdienst bleibt oft mager“, konstatiert etwa die Hannoversche Allgemeine. Oft sind Zusatzleistungen in der Praxis nötig, um über die Runden zu kommen. Das gilt insbesondere für Praxen in ländlichen Gebieten. Hier sieht die finanzielle Lage von niedergelassenen Ärzten überproportional oft schwierig aus. Sogar Honorarzuschläge sind in der Diskussion, um einem sich verschärfenden Landärztemangel entgegenzuwirken. Gerade hier ist eine Gegenstrategie auch nötig, denn bundesweit fehlen 2.700 Ärzte

Mediziner müssen aber noch mit weiteren Schwierigkeiten kämpfen. So werden Praxisinhaberinnen und Praxisinhabern immer neue Aufgaben aufgebürdet, was zu einer zunehmenden