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Apotheken Rezepte und Retax

Rezepte sind nur für Apotheker wertvoll

Natürlich sind Rezepte für Apotheker bares Geld. Deshalb werden sie in so gut wie allen Apotheken auch wie solches behandelt. Diebe hingegen können mit Rezepten eigentlich gar nichts anfangen. Für Betrüger sind Rezepte dann etwas wert, wenn man Apothekern erfolgreich Fälschungen unterschieben kann.

Einbrecher wiederum nehmen Rezepte oft als „Beifang“ mit, nur weil sie genau dort liegen, wo auch das eigentliche Ziel des Einbruchs – meist Geld oder BtM (besser: Betäubungsmittel?) – aufbewahrt wird. Schließlich gibt es auch Institutionen, die mit Rezepten sogar Geld sparen, nämlich retaxierende Krankenkassen, die Apotheken unter Berufung auf Formfehler, wegen Missachtung von Rahmenverträgen oder wegen vermeintlicher Verstöße gegen die Aut-Idem Regelung die Erstattung verweigern.

Das Rezept – Wertstoff des Apothekers

Immer wieder kommt es zu Betrugsfällen mit gefälschten Rezepten. Gerade Mehrfachtäter können hier großen Schaden anrichten. Denn zu den bevorzugten Medikamenten gehören unter anderem hochpreisige Psychopharmaka. Auch Apotheke-Adhoc warnt seine Leser häufig vor solchen Rezeptfälschern, die nicht selten täuschend echte Papiere vorlegen können. In solchen Fällen ist eine Überführung der Täter, sofern diese sich nicht auffällig benehmen oder leichtsinnig werden, im hektischen Apothekenalltag kaum möglich.

apotheken versicherungen rezepte retax werkstoff DenPhaMedDas allein ist ärgerlich genug für die geprellten Apotheker, doch es kommt noch eine Versicherungsproblematik hinzu. Ein Rezept ist – ebenso wie Bargeld – grundsätzlich nur für den Fall eines Einbruchdiebstahls versicherbar und nur in Ausnahmefällen noch über eine Trickdiebstahl-Klausel. Für Bargeld und ähnliche Wertgegenstände gibt es grundsätzlich Erstattungshöchstgrenzen, die an einen bestimmten Aufbewahrungsort gebunden sind. Je nachdem, ob die Werte im Safe, Wertschrank, in einer Geldkassette oder gesicherten Kasse, an einem sonstigen verschlossenen Ort gelagert waren oder gar offen herumliegen, sind unterschiedliche, und meist für Apotheken zu niedrige, Versicherungssummen definiert. Für Trickdiebstahl hingegen, ein in Apotheken häufiger vorkommendes Ereignis, haben die allermeisten Versicherungsgesellschaften keinen Versicherungsschutz vorgesehen.

Eine für Apotheken angemessene Versicherung sollte deshalb höhere Geldwerte versichern, geklaute Rezepte bedingungsgemäß erstatten und zumindest eine Trickdiebstahl-Klausel für Rezeptbetrug beinhalten. Wir überprüfen das gern für Sie. Zur Anfrage

Nicht alle Eier in ein Nest legen

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Bei Einbrüchen kommen auch immer wieder Rezepte in größeren Mengen weg. Nämlich dann, wenn sie sich in einem Tresor befinden, der dann von Dieben leergeräumt oder – was häufiger vorkommt – kurzerhand einfach mitgenommen wird. Deshalb gehören Rezepte weder in den Bargeld-Safe noch in den BtM-Schrank. Viel geeigneter ist ein eigener Platz, der nicht mal sonderlich gesichert sein muss, nur weit weg von jedem beliebten Diebesgut.

Übrigens sollten auch Arzneimittel, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, möglichst nicht mit Geld zusammen aufbewahrt werden. Sonst finden Einbrecher dort alle begehrte Beute in einem Nest und beschließen, sich diesen Ort für später gut zu merken. Sprich: sie kommen bei nächster Gelegenheit wieder.

Es sollten also zwei getrennte Tresore sein, die möglichst weit voneinander entfernt stehen sollten, weil das den Einbrechern das Erfolgserlebnis deutlich schwerer macht. Noch besser wäre jedoch eine apothekengerechte Alarmsicherung mit live-Intervention

Rezepte sind Urkunden

Da Rezepte versicherungstechnisch zu den Urkunden gehören und nicht zur Betriebseinrichtung, sind sie nicht automatisch in der Werteversicherung eingeschlossen. Hier ist die gegebenenfalls mitversicherte Rezepthöhe von besonderem Interesse, da die üblichen versicherten Summen in aller Regel nur einen Bruchteil dessen abdecken, was in Apotheken an Rezeptwerten üblicherweise vorliegt.

Der besondere Wert der Rezepte für Apotheken und die latente Retax-Gefahr bedingen eine große Anzahl von Sicherheitsmaßnahmen. So ist das Vier-Augen Prinzip quasi überall gang und gäbe. Bei besonderen Rezepten werden sogar drei oder mehr Mitarbeiter einbezogen. Und bei T-Rezepten sind oft alle Mitarbeiter alarmiert. Zusätzlich kontrollieren zum Abend hin fast alle Inhaber, Vertreter oder Filialleiter vorsichtshalber nochmal alle Rezepte des Tages auf übersehene Formfehler, fehlende Stempel oder Unterschriften und auf korrekte Abgabe. Das wird meist so konzentriert gemacht, dass dabei immer wieder mal fehlerhafte Medikationen oder gar Kontraindikationen auffallen. Insgesamt also ein täglich sehr großer interner Revisions-Aufwand, der sich aber nicht nur für die Apotheke lohnt, sondern auch für den konkreten Kunden und die Arzneimittelsicherheit allgemein.

So gut wie alle Apotheken nutzen Rezeptabrechner. Diese Firmen holen die Rezepte regelmäßig in den Apotheken ab und haften ab dann auch dafür. Jedoch nicht für den Zeitraum, in dem die Rezepte schon in der Apotheke, aber noch nicht von der Rezeptabrechnungsstelle übernommen worden sind. Wenn Rezepte nur einmal die Woche oder vielleicht sogar nur zweimal im Monat abgeholt werden, summiert sich das auf beachtliche Werte. Diese nach einem Feuer oder einem Diebstahl zu dokumentieren, bereitet dann regelmäßig viel Arbeit.

Insgesamt ist der Schutz vor Retax jedoch in kaum einer Apotheke perfekt genug, um in der täglichen Routine und in besonderen Stresssituationen retaxrelevante Fehler so sicher zu vermeiden, dass die Krankenkassen keine Retaxationen vornehmen können.
 

Gescannte Rezepte - weniger Retax

Immer mehr Rezeptsammelstellen bieten Apothekeninhabern mit ihrer Abrechnungssoftware auch Scanner an, mit dem alle Rezepte sofort dokumentiert und damit auch sofort versichert werden können.

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Aber die sofortige digitale Übertragung von Rezepten hat einen weiteren Sicherheits-Vorteil. Denn beim Rezeptabrechner eingehende Rezepte werden dort ebenfalls sofort revisioniert.

Die Software findet die meisten Formfehler, überprüft zugrundeliegende Rahmenverträge und erkennt auch sonstige potentielle Retaxgründe wie zum Beispiel Aut-Idem Abgabefehler.

So erhalten die Apotheken noch am selben Tag wichtige Hinweise, welche Rezepte sie sich nochmal genau ansehen sollten.

Apothekeninhaber sollten allein deswegen auf solche modernen Systeme setzen.

Unsere Versicherungspartner im Medical Network haben besondere Vereinbarungen mit Rezeptsammelstellen getroffen, die Apothekeninhabern im Schadenfall die Liquidität sichern und die Anforderungen an die Datensicherheit einhalten helfen. Zur Anfrage


Zwischenfinanzierung kann Rezeptverluste sofort ersetzen

apotheken werteversicherung rezepte retax engpass DenPhaMedNach einem Rezeptverlust im größeren Stil dauert es oft lange, bis die Versicherung der Rezeptsammelstelle den Schaden erstattet.

Da wäre es dann aus Liquiditätsaspekten der Apotheke hilfreich, wenn die Apothekenversicherung in Vorleistung ginge und den Schaden zwischenfinanziert. Das machen jedoch nur Versicherer, die in ihren Bedingungen nicht darauf bestehen, dass zunächst andere beteiligte Risikoträger bei der Schadenregulierung vorgehen. Dieser Passus ist für Apothekeninhaber im Zweifel eine kostspielige Angelegenheit, weil sie dann die Zwischenfinanzierung aus eigenen Mitteln bestreiten müssten.

Insgesamt bieten sich in vielen Apotheken rund um Rezepte eine Reihe praxiserprobter Maßnahmen aus unterschiedlichen Bereichen an, die allesamt dazu dienen, dass

  • Einbrüche und Diebstähle seltener vorkommen
  • sich die Liquidität verbessert 
  • Retaxationen unwahrscheinlicher werden
  • der Gesamtertrag von Rezepten steigt
  • der Aufwand für Rezeptkontrollen deutlich sinkt

Sie wollen die Erträge Ihrer Apotheke sichern oder steigern? Dann sprechen Sie mit unseren darauf spezialisierten Apotheken-Beratern. Anfrage Rezeptsicherheit.