apotheken liquiditaetssicherung heimbelieferung DenPhaMedPflegeheim und Praxis Belieferung

Heim- und Hausbelieferung – einfache Sache?

Es dürfte kaum eine der knapp 20.000 öffentlichen Apotheken in Deutschland geben, die nicht liefert. Und es gibt mit Sicherheit einige Tausend, die liefern ständig und viel. Manche versorgen sogar im großen Stil Heime oder Kliniken. Da können leicht einige tausend Betten zusammenkommen. Damit sind tagtäglich zwischen Apotheke und Endverbrauchern – also Rezeptbesitzern, Parienten oder Heimen Millionenwerte unterwegs. Doch welche Versicherungsfallen lauern eigentlich unterwegs?

Zunächst einmal eine kleine Entwarnung: sowas ist natürlich grundsätzlich versichert. Doch spannend sind die drei Fragen: wieviel, durch wen und wann möglicherweise eben doch nicht?

Reicht der Versicherungsschutz auch bei Wertespitzen aus?

Wieviel ist gerade bei Apotheken spannend, die eher in größerem Stil liefern und deshalb über den Daumen häufig mit Warenwerten jenseits der 5 oder 10 Tausend Euro pro Lieferung unterwegs sind.

apotheken liquiditaetssicherung praxis belieferung versicherungsschutz DenPhaMedUnd es gilt natürlich grundsätzlich für alle Apotheken, die regelmäßig mehr als 100 Betten versorgen, denn da sind leicht auch mal Warenwerte von 20.000 Euro oder mehr auf der Straße. Wenn jedoch bei diesen „Lieferspezialisten“ in der Außenversicherung Werte von 2.500, 1.000 oder gar nur 500 Euro vereinbart sind, dann besteht in diesem Bereich dringender Sanierungsbedarf. Sollten dort jedoch 5.000 oder 10.000 Euro stehen, dann haben nur die großvolumigen Lieferanten korrekturbedarf.

Gibt es jedoch in einer Apotheke übers Jahr einige Fahrten, bei denen ein außergewöhnlich hoher Warenwert transportiert wird – dass ist übrigens oft bei Einkaufsgemeinschaften der Fall, bei dem der Großhandel oder Hersteller die gesamte Ware in eine Apotheke liefert und diese dann von dort weiterverteilt wird, dann sind dieser Apotheke zwei Kontrollempfehlungen angeraten: erstens ob der gesamte Warenwert in der Zeit zwischen Anlieferung und Auslieferung die Apotheke nicht in die Unterversicherungsfalle bringt und zweitens wie es denn um den Versicherungswert der Transportversicherung (Mail an Zentralbüro) bestellt ist.

Wer muss eigentlich zahlen?

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Im Schadenfall kann es unterschiedliche zuständige Versicherungen geben. 

Je nach Schadenfall kann Haftpflicht (Link auf Haftpflichten), die Transport- oder die Außenversicherung greifen, es kann von fremden Dritten ein Haftpflichtfall geltend gemacht beziehungsweise ein Schaden am eigenen Apothekenvermögen – möglicherweise sogar als Kühlgutschaden festgestellt werden.

2018 ist dann auch noch ein Cyber-Schaden als mögliches neues Szenario dazu gekommen.

Bei diesem üppigen Strauß an Schadensoptionen verbunden mit der Tatsache, dass Transportschäden in Apothekenalltag zu den häufigeren Ereignissen gehören und weil man naturgemäß nie vorhersagen kann, was den Waren unterwegs zustößt, ist eine Überprüfung der Versicherungssituation im Außen- und Transportbereich für so gut wie jede Apotheke angeraten. Anfrage Versicherungssituation Lieferungen (Link auf Cyber-Risiko)

Und wann würde dennoch nicht gezahlt?

In jeder privaten Hausrat- und gewerblichen Inhaltspolice sind Waren und Werte grundsätzlich dann in der Außenversicherung mitversichert, wenn sie vorübergehend nicht an ihrem eigentlichen Standort lagern. Mit dem Wort „vorübergehend“ ist meist „längstens drei Monate“ gemeint. Damit wird das Eigentum auf Reisen, im Urlaub, Ferienhaus oder bei vorübergehender Auslagerung zum Beispiel wegen Umzug, Umbau oder Renovierung geschützt.

apotheken liquiditaetssicherung praxis belieferung zahlen DenPhaMedApotheken brauchen jedoch eine erweiterte Definition, denn ihre „aushäusigen“ Waren bestehen aus Lieferungen an Kunden, Praxen, Heime, Kliniken oder Hospize. Es geht zudem oft auch um Impfstoffe, die z. B. in Kinderarztpraxen vorgehalten werden, oder um verblisterte oder gestellte Medikamente in der Heimbelieferung. Diese Waren haben eine Eigenschaft, die sie – wenn die Rezepte noch nicht eingelöst sind – aus dem Schutz der Außenversicherung herauskatapultieren: sie haben nämlich nicht die Absicht, wieder zurück zu kommen, sie werden stattdessen irgendwann irgendwo gastrisch entsorgt.

Deshalb bedarf es für Apotheken einer vorsorglichen Erweiterung der Außenversicherungsklausel auch auf Heim-, Praxen- und Hausbelieferung, auch wenn und gerade weil (hoffentlich) keine dieser Packungen oder Blister jemals zurückkommen. Anfrage erweitere Außenversicherung (Mail an Zentralbüro)