Apo KommissioniererVersicherungslücke Kommissionierer & Co.

Zu niedrige Versicherungssummen gehören zu den häufigsten Fehlern, die bei der Absicherung von Apotheken immer wieder zu beobachten ist. Oft reicht da schon der Kauf eines Kommissionierers, und die ehemals vereinbarte Summe passt nicht mehr. Wer also eine größere Investition tätigt, der sollte grundsätzlich seinen Versicherungsberater darüber informieren.

Es gibt aber noch andere „Problemzonen“, die bei Apothekern und Apothekerinnen des Öfteren zu einem bösen Erwachen führen. Über eine typische Lücke in der Inhaltsversicherung hat der Brancheninformationsdienst Apotheke-Adhoc im April 2018 berichtet. Das Unglück nahm mit einem „ordentlichen Schlag“ im Kommissionierer seinen Anfang. Was war passiert? Ein Mitarbeiter einer Apotheke hatte in dem Kommissionier-Automat Waren zurechtgerückt. Als er damit fertig war, wurde der Hocker, der benutzt worden war, in dem Gerät vergessen. Der Kommissionierer ging wieder in Betrieb und der Greifarm im Inneren des Automaten kollidierte mit dem Hocker. Dabei wurde der Greifer beschädigt. „Der Greifarm ist durch den Aufprall abgebrochen“, berichtete Apotheke-Adhoc.

Bei Weitem kein Einzelfall

Manche Schäden klingen so skurril, dass man sie für Einzelfälle halten könnte. Das sind sie aber nicht. Allein in unserem Netzwerk sind schon fünf Kommissionierer-Greifarme ähnlichen Ursachen zum Opfer gefallen. Einmal war es ein vergessener Elefantenfuß-Trittschemel. Einmal vergaß eine Putzfrau einen kleinen Handstaubsauger im Regal und einmal stolperte eine Kollegin und riss dabei den Greifarm ins Verderben. Alles Schäden zwischen 12.000 und 25.000 Euro. Und alle nicht versichert, sei denn der Versicherungsvertrag wurde von einem sachkundigen Kollegen entsprechend individuell angepasst.

apotheken technische versicherungen kommissionierer DenPhaMedDoch es sind nicht nur Missgeschicke, die einen Kommissionierer lahmlegen und damit en Apothekenbetrieb von einer Sekunde auf die andere massiv einschränken können. die beiden anderen Hauptgründe sind Wasser und Spannungsspitzen.

Die gute Nachricht: diese Schadensursachen sind in der Regel gedeckt – ein Wasserschaden wie im Bild oben durch die Inhaltsversicherung und ein elektrisch bedingter Ausfall durch den Wartungsvertrag mit dem Hersteller. Hier bleibt es also „nur“ bei dem ausfallbedingten Problemen in der Versorgung der Kunden. Dennoch sollten Apothekeninhaber die Absicherung ihres Kommissionierers prüfen lassen, denn dieses Risiko ist sonst zu groß. Anfrage Absicherung Kommissionierer

Diese Lücke hätte es nicht geben dürfen

Zurück zum Fall in Apotheke-Adhoc: Der dabei entstandene Schaden belief sich auf rund 23.000 Euro. Die Inhaberin hoffte nunmehr möglicherweise sogar doppelten Versicherungsschutz zu haben:

  1. Über den Servicevertrag mit Versicherungsbaustein und
  2. Über ihre eigene Inhaltsversicherung

apotheken technische versicherung kommissionierer DenPhaMedAlso meldete Sie den Schaden an. Doch beide Versicherer winkten ab. Wäre ein technischer Defekt der Auslöser dieses Schadens gewesen, hätte die Police des Herstellers gegriffen. Und hätte ein Einbrecher das Gerät beschädigt oder zum Beispiel ein Feuer oder Wasserschaden, wäre die Regulierung durch die Inhaltsversicherung gedeckt gewesen. Menschliches Versagen jedoch ist in beiden Fällen nicht mitversichert gewesen.

Und genau hier liegt der Krackpunkt – denn auch Eigenschäden durch Mitarbeiter sind natürlich – wie auch die Vollkasko beim Auto - versicherbar. Ein solcher Ausschluss ist deshalb eine gravierende Lücke im Versicherungsschutz, weil er gerade teure Kommissioniertechnik und/oder mobile Geräte wie z.B. NIR-Spektrometer der Gefahr aussetzt, durch Falschbedienung, Versehen und Unfälle von Mitarbeitern kaputt zu gehen und dann nicht erstattet werden zu müssen.

Über diese Lücke hätte die Apothekerin vor Abschluss des Versicherungsvertrags zumindest informiert werden müssen. Apothekengerecht wäre es aber gewesen, wenn der Berater entweder eine All-Risk-Police inkl. Elektronik-Baustein oder eine normale Inhaltspolice in Verbindung mit einer gesonderten Elektronikdeckung angeboten hätte. Denn das ist – wie gesagt – durchaus möglich, nur muss man dafür eben auch die speziellen Risiken der Heilwesenberufe kennen. 
 

Wie gut ist Ihre Absicherung wirklich?

Wenn Sie sich unnötigen Ärger und überflüssige Kosten durch überraschend nicht gedeckte Schäden ersparen wollen, dann lassen Sie sich von einem spezialisierten Makler beraten. Der Kollege oder die Kollegin wird Sie in jedem Fall über alle Lücken im Versicherungsschutz informieren und auf Wunsch diese Lücken für Sie schließen.

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