Dienstreisekasko

Dienstreise-Kasko

Fahren für die Apotheke

Dienstfahrten mit privaten Autos der Mitarbeiter kommen in so gut wie jeder Apotheke vor. Oft sogar sind sie unbemerkt ritualisiert. Mal eben zum Arzt x oder Frau Y bracht noch ihre Tropfen oder Kunden Z wohnt auf den Nach-Hause-Weg.

Die Rechtslage jedoch ist unerbittlich: Kommt es zu einem Unfall, ist der Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, dem Arbeitnehmer alle damit verbundenen Kosten zu erstatten. Die Dienstreisekasko-Versicherung sichert also den Apothekeninhaber gegen Ansprüche seiner Mitarbeiter ab, wenn diese mit ihrem eigenen Fahrzeug dienstlich unterwegs waren, und dabei ein Schaden am Auto entstanden ist.

Mehr zu den rechtlichen Aspekten von Dienstfahrten finden Sie in unserem Service-Bereich.

 

Auf Dienstreise in Richtung Versicherungslücke

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Es ist nämlich gar nicht mal so selten, dass Apothekenmitarbeiter nach Dienstende auf ihren jeweiligen Heimwegen noch eben schnell Medikamente ausliefern oder Geld bei der Bank einzahlen. Ganz zu schweigen von den Mobilitätsengpässen, die in Apotheken an der Tagesordnung sind, weil Ärzte, Heime und Patienten diesen Service unverzüglich erwarten. Und Fahrten zu Weiterbildungsveranstaltungen werden auch gerne gleich morgens von zu Hause angetreten. Doch wer kommt im Schadensfall für die Kosten auf, und seien es auch nur die Selbstbehalte und Rückstufungsdifferenzen? Sicherlich ist kein Mitarbeiter gewillt, diese Last aus eigener Tasche zu zahlen.

Eindeutige Rechtslage: Inhaber müssen für Schäden aufkommen

Das gilt übrigens auch für Fahren, von denen der Chef gar nichts weiß. Denn um Dienstreisen handelt es sich auch in solchen Fällen immer – unabhängig davon, ob der Apothekeninhaber die Fahrt angeordnet, stillschweigend gebilligt oder nur geduldet hat.

Egal aus welchem Grund oder Anlass: Für Schäden am Privatfahrzeug des Arbeitnehmers während einer Dienstfahrt hat der Arbeitgeber geradezustehen. Diese Sichtweise hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) in diversen Urteilen immer wieder betont. Der Mitarbeiter bekommt seinen Kfz-Schaden durch den Apothekeninhaber erstattet, falls er den Schaden geltend macht. Ausnahmen bilden hier – wie auch sonst im Versicherungsbereich üblich – nur grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz.

Jeder Unfall kann den Betriebsfrieden gefährden

Solange es noch nicht zu einem solchen „innerapothekischen Unfallereignis“ gekommen ist, verkennen viele Apothekeninhaber üblicherweise auch einen weiteren guten Grund für Dienstreisekasko-Policen: den Schutz des Betriebsfriedens.

apotheken haftungsrisiken dienstreise kasko unfall DenPhaMedDenn schon ein einziger Unfall kann dazu führen, dass der betreffende Mitarbeiter – tatsächlich berechtigte – Ansprüche an den Arbeitgeber stellt und dies zu unerfreulichen Diskussionen in der Apotheke führt.

Da sich so etwas schnell herumspricht, ist die Gefahr groß, dass kein Mitarbeiter mehr Arzneimittel mit dem privaten Pkw ausfährt. In solchen Fällen muss dann oft ein weiteres Apothekenauto samt Fahrer angeschafft werden. Der präventive Schutz, den eine Dienstreise-Kasko bietet, macht solche teuren Notlösungen überflüssig. Beratung gewünscht? Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Erst Fahrten zählen – dann versichern

Apothekeninhaber sollten zur Deckung dieses Risikos zumindest eigene Rücklagen bilden. Das ist insbesondere dann empfehlenswert, wenn Lieferfahrten mit Privat-Pkw häufig vorkommen und von vielen Mitarbeitern getätigt werden. Die Häufigkeit solcher Fahrten wird jedoch von den Apothekenbesitzern gemeinhin deutlich unterschätzt. Deshalb empfehlen wir vor der Entscheidung, welchen Absicherungsweg die Apotheke wählen sollte, eine kleine Erhebung, die die Häufigkeit von Lieferfahrten erfasst. Schon eine banale Strichliste verschafft hier schnell Klarheit.

Kaum apothekengerechte Lösungen am Markt

Wer jedoch als Inhaber oder Inhaberin einer Apotheke eine solche Versicherung abschließen möchte, wird die Erfahrung machen, dass solche Absicherung sehr kompliziert sein kann. Für jedes Auto werden in der Regel Fahrtenbücher notwendig, dazu kommen oft noch aufwändige Meldepflichten. Deshalb haben unsere Fachleute für Apothekenabsicherungen eine eigene Lösung erarbeitet, die dem Apothekenalltag Rechnung trägt: Es muss nur die Anzahl der Fahrer angegeben werden. Weitere Angaben, etwa Fahrtzeiten, Häufigkeiten und Ziele werden nicht benötigt.

Dienstreise-Kasko – eine echte Versicherung, kein Kilometergeld

Versicherungsnehmer ist grundsätzlich der Apothekeninhaber, der sich mit dieser Versicherung gegen mögliche Ansprüche seiner Arbeitnehmer absichert. Denn wann immer jemand mit seinem Privatfahrzeug in Apothekenangelegenheiten unterwegs ist, kann ein Unfall passieren.

apotheken haftungsrisiken dienstreise kasko kilometergeld DenPhaMedDie Dienstreisekasko-Police geht der natürlich auch vorhanden privaten Versicherung vor. Sie leistet bei Beschädigung, Zerstörung oder Verlust des Mitarbeiterfahrzeuges bei allen Fahrten mit dienstlichem Zweck. Dabei sind nicht nur Unfallfolgen abgesichert, sondern auch Kosten oder Schäden durch Diebstahl oder Vandalismus, Brand, umgestürzte Bäume, Haarwild und andere naturbedingte Schadensursachen. Nur wenn der Schaden grob fahrlässig verursacht wurde – also z.B. alkoholisiert oder unter Drogen (Opiate – kein Tee!) – zahlt die Dienstreisekasko-Versicherung nicht; Und natürlich bei Vorsatz sowieso nicht.

Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf die Privatfahrzeuge der Arbeitnehmer, die als PKW oder Kombi (also keine LKW, Busse oder Kleinaster), die nicht dem Apothekeninhaber gehören, aber von seinen Mitarbeitern mit deren Einverständnis und genereller Kenntnis und des Inhabers für Lieferfahrten oder Fahrten mit teilweise dienstlichem Zweck – wie z.B. der Mitnahme von Packungen auf dem Nach-Hause-Weg - eingesetzt werden.

Sollten Sie zum Beispiel bei Mehrbesitz mit mehreren Apotheken-Autos und/oder weil auch im privaten Bereich mehrere Kfz angemeldet sind, auf drei oder mehr Fahrzeuge kommen, die auf den Apothekeninhaber/die Apothekeninhaberin und ihre Apotheken angemeldet sind, dann lohnt sich für Sie sehr wahrscheinlich ein Flottentarif. Das spart in aller Regel Geld, Arbeit und Bürokratie. Mehr

Viele Dienstreisen sind längst Routine

Natürlich gibt es auch Apotheken, in denen solche Privat-Dienstfahrten nur im äußersten Notfall vorkommen. Aber wir haben im Apothekenalltag schon oft erlebt, wie deutlich der Inhaber die tatsächliche Anzahl der Risiko-Fahrten mit privatem PKW unterschätzt. Oft im Verhältnis 1:10 – denn solche Fahrten passieren in Apotheken oft spontan, aus der Situation heraus oder nicht selten haben sie sogar Tradition … eine PKA kennt die Kundin sehr gut, diese wohnt auf ihrem Heimweg, deshalb nimmt sie schon seit Jahren die gelieferten Packungen abends mit.

Das geht exakt so lange gut, bis etwas passiert ist. Denn selbst wenn ein Mitarbeiter schon seit Jahren seiner Nachbarin ihre Medikamente mitbringt und sich dabei bisher nie etwas gedacht hat, kommt sie oder er spätestens nach dem Unfall auf die Idee, dass es sich ja um eine Dienstreise gehandelt haben könnte. Kommt es bei so einer dienstlichen Fahrt zu einem Schaden am Mitarbeiter-Fahrzeug, hat der Apothekenmitarbeiter unabhängig vom Verschulden einen arbeitsrechtlichen Anspruch gegen den Apothekeninhaber. Im Zweifel hilft da auch die eigene Kfz-Versicherung oder irgendein juristischer Sachverstand etwas nach. Wie auch immer – der Schaden ist dann da.

Lieferfahrten & Co absichern – aber sinnvoll

Achtung: manche Versicherer bestehen darauf, dass es nur ein dienstlicher Zweck sein darf. Sie würden bei „privaten Umwegen oder Abzweigungen“ die Leistung verweigern. Solche Lösungen sind im Apothekenalltag nicht sinnvoll und tauglich.

apotheken dienstreisekasko drohne DenPhaMedEinige Tarife berechnen ihren Beitrag nach gefahrenen Kilometern – mit Fahrtenbuch und allem sonstigen Papierkram. Das ist für die vielen aber kurzen Apotheken-Fahrten zu kompliziert und damit ungeeignet.

Besser ist die Berechnung nach Fahrern. Leider verlangen auch hier viele Anbieter zusätzliche unterjährige Meldungen, die zeitnah abzugeben sind, weil das dann anteilig nachberechnet wird. Auch das erachten wir nicht als hinreichend apothekenkompatibel.

Wirklich geeignet sind Lösungen, bei denen einmal im Jahr die Anzahl der Fahrer benannt wird und damit eine Prämie festgesetzt wird, die dann über das Jahr gleichbleibt. Ohne Fahrtenbuch oder andere Bürokratie – versteht sich.

Wir zeigen Ihnen gerne die Möglichkeiten, die in unserem Netzwerk für Apotheker vereinbart werden konnten. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!