impfen in apotheken denphamedCorona-Impfungen und die Gesundheitsbranche

Versicherungsschutz für Apotheken und Arztpraxen

Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wird die Bevölkerung nicht nur in Zentren, sondern auch in Arztpraxen geimpft. Das schafft neue Risiken für Mediziner und Medizinerinnen, aber auch für Apotheken. Denn im Unterschied zu anderen Impfstoffen gehören die Corona-Vakzine der Bundesrepublik Deutschland. Kommt es zu einem Verderb, weil etwa die Kühlkette unterbrochen wurde, kann der Bund gegen Praxen und Apotheken Forderungen geltend machen. Derzeit sieht es zwar nicht so aus, als würde dies im großen Maßstab geschehen, doch auszuschließen ist es nicht. Deshalb gibt es nun für Praxen und Apotheken einen entsprechenden Versicherungsschutz.

Bekanntermaßen sind einige Corona-Impfstoffe besonders temperatursensibel. Das verkompliziert die sachgerechte Lagerung in Apotheken und Praxen. Vor allem darf die Kühlkette nicht unterbrochen werden, da sonst der Impfstoff relativ schnell verdirbt. Erfahrungsgemäß wird sich das nicht in jedem Fall verhindern lassen. Es ist also davon auszugehen, dass künftig vereinzelt Missgeschicke bei der Lagerung von Corona-Impfdosen unterlaufen. Da die Vakzine der Bundesrepublik Deutschland gehören, entsteht in Apotheken und Praxen ein neues Haftungsrisiko. Im Falle eines Verderbens besteht die Möglichkeit, dass der Bund Forderungen gegenüber Praxen und Apotheken geltend macht.

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Derzeit ist nicht zu erwarten, dass der Bund von dieser Möglichkeit in großem Maßstab Gebrauch macht. Auszuschließen ist es aber auch nicht. Deshalb hat ein spezialisierter Versicherungsanbieter einen Schutz vor solchen Forderungen in seine Policen für Apotheken und Arztpraxen implementiert. Versicherungsnehmer, die sich bereits mit den Konzepten abgesichert haben, müssen nichts weiter tun, da der Schutz der Police automatisch und beitragsfrei erweitert wurde. Der Versicherungsschutz besteht aus einer Deckung von 100.000 Euro je Schadenfall – maximal 200.000 Euro pro Jahr.

Wer sich nicht sicher ist, ob die neuen Apotheken-Risiken im Rahmen der Corona-Pandemie in der eigenen Apothekenversicherung rechtsverbindlich versichert sind, der sollte bei seinem Haftpflicht-Versicherer eine schriftliche Bestätigung abfordern. Diese sollte die folgenden Mindestausgen enthalten – auch wenn die Formulierung von unserem Muster etwas abweichen sollte:

„Mitversichert im Rahmen des Bedingungswerkes der Betriebshaftpflicht der (Name Apotheke, Policennummer) sind SARS-CoV-2-Antigentests aus der Durchführung von Corona-Schnelltests, sofern hierfür eine entsprechende gesetzliche oder behördliche Rechtsgrundlage besteht.“

Sollte der Haftpflichtversicherer Ihnen das individuell schriftlich bestätigen, besteht zu diesem Punkt Rechtssicherheit. Aber Achtung: das bedarf der Schriftform direkt vom Versicherer. Mit allgemeinen Aussagen von Vermittlern, egal ob Angestellt des Versicherers oder externe Berater, sollten sich Apothekeninhaber/Innen nicht zufriedengeben.

Apothekenpersonal in Impfzentren

Für abgestelltes Apothekenpersonal in Impfzentren gibt es ebenfalls eine neue Absicherung. Konkret bedeutet dies, dass im Umfang der Betriebshaftpflichtversicherung das Auseinzeln von Corona-Impfstoffen sowie das Aufziehen von Corona-Impfinjektionen zur Durchführung von Corona-Schutzimpfungen, auch in Impfzentren mitversichert ist. Dieser Versicherungsschutz wird subsidiär zu einer Betriebshaftpflichtversicherung des Impfzentrums oder anderen Absicherungen geboten. Nicht versichert ist die Durchführung von Impfungen.

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Sicherheit optimieren, dann gleich für alles, was mit Virus & Co. zusammen hängt.

Wenn man sich schon in Sachen SARS CoV-19 mit seinem Versicherer ins Benehmen setzt, dann sollten einige weitere Aspekte gleich mit geklärt werden. Am besten so oder so ähnlich, wie in unserer Muster-Formulierung:
„Versicherungsschutz besteht weiterhin für:

  • SARS-CoV-2 Testungen im Auftrag externer Organisationen, auch außerhalb der Apotheke.
  • Betreiben von SARS-CoV-2 Testzentren für die allgemeine Öffentlichkeit.
  • Personalgestellung zur Unterstützung von Impfzentren.
  • Grippeimpfungen im Rahmen von Pilotprojekten.“

Sie haben Fragen oder brauchen Hilfe? Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! auf. Wir prüfen Ihren Versicherungsstatus und nehmen die notwendigen Änderungen für Sie vor.