apotheken BU nach SchadenfallBetriebsunterbrechung nach Schadenfall

Häufiger und länger als die meisten anderen Unternehmen müssen Apotheken nach einem versicherten Sachschaden eine Weile schließen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Apothekenrecht, Hygieneanforderungen und Pharmazierat.

Ein solches Schadenereignis kann deshalb ohne weiteres das finanzielle Aus für einen Apothekeninhaber bedeuten. Nicht nur die Hochwasserkatastrophen aus den Jahren 2002 und 2013 haben Apotheken den Garaus gemacht, auch Feuer, Wasserschäden und sogenannte Biohazards, also unkontrollierte Austritte von Wirkstoffen, waren schon Auslöser für Probleme mit der Wiedereröffnung.

„Kleine BU“ kann zu wenig sein

Apotheke hochwasser DenPhaMedÜblicherweise findet sich in Inhaltsversicherungen von Apotheken jedoch der Einschluss einer „kleinen BU“ dokumentiert. Diese versichert den Rohertrag bis zur maximalen Versicherungssumme von einer Million Euro.

Da dieser auf die gesamte Haftzeit bezogene Maximalwert jedoch in Bezug auf den tatsächlichen Schließungszeitraum oft nicht ausreichend ist, empfiehlt sich eine „große BU“ mit größerer Versicherungssumme.

Hier hat sich bei Apotheken ein Richtwert von rund einem Drittel des Jahresumsatzes bewährt. Anfrage großer Betriebsunterbrechungsschutz (Mail an Zentralbüro Neues Formular)

Elementardeckung ist Pflicht – wo immer es (noch) geht

Angesichts der zu beobachtenden Klimaveränderungen – wir hatten seit 2000 schon mehr als 10 „besondere“ Wetterjahre und 2018 den ersten Großschaden durch einen Tornado – ist unbedingt darauf zu achten, dass die Betriebsunterbrechung aufgrund von Elementarschäden nochmal in der gleichen Höhe versichert ist. Oftmals werden diese Schäden nur mit reduzierten Summen oder lediglich auf Anfrage gegen Zuschlag mitversichert.

Am besten, Sie lassen den Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! machen, bevor das nächste Jahrhundertereigneis durchzieht…

Pharmazieratklausel II

apotheken liquiditaetssicherung bu schadenfall DenPhaMedGrundsätzlich enden Betriebsunterbrechungen immer sinngemäß „mit dem Abstellen des Schadens“. Also alles repariert, Handwerker weg, gereinigt und gelüftet und zur Abnahme durch den PhR bereit. Doch diese Wiedereröffnungsrevision findet so gut wie nie am selben Tag statt und höchst selten am nächsten. Meist vergehen drei bis vier nicht versicherte Tage, bis die Apotheke wieder öffnen darf.

Wann also die Betriebsunterbrechung tatsächlich endet, liegt allein in der Hand des Pharmazierates. Er prüft bei einer Wiedereröffnungsrevision jedoch kaum die Qualität der Reparaturarbeiten an sich, grundsätzlich aber die Betriebsbereitschaft der Apotheke an sich. Wenn dann irgendetwas nicht stimmt, bleibt die Apotheke eben weiterhin zu. Und wenn dies mit den PhR-Risikoschäden zu tun hat, weil zum Beispiel Hygienegutachten fehlen, dann sollte eben auch die Betriebsunterbrechung so lange andauern, bis dieser Mangel behoben ist. Mehr

Hygienemängel als Wiedereröffnungshindernis

apotheken liquiditaetssicherung bu schadenfall petrischale DenPhaMedMit einer solchen, oft durch falsches oder nicht rechtzeitiges Schadenmanagement ausgelösten, sanierungsbedingt andauernden Betriebsunterbrechung gehen meist Hygienemängel, Feuchtigkeits- oder Brandrückstände sowie diverse Verstöße gegen Lagervorschriften einher.

Bei Anfangsverdacht fordern die Amtsapotheker oder Pharmazieräte je nach Schadenereignis verschiedene Dokumente. Das können Hygienenachweise, Gutachten über Pilze, Sporen und Bakterien oder auch Daten von Luftfeuchtigkeitsmessungen oder Raumtemperatur sein. Liegen diese dann nicht vor, bleibt die Apotheke zu. Mehr 


Professionelle Berater sind gefragt

apotheken betriebsunterbrechung closed DenPhaMedVon daher ist es außerordentlich wichtig, dass Versicherungsexperten, denen Apothekeninhaber einen größeren Schaden melden, absolut auf der Hut sind. Denn es ist darauf zu achten, dass die ausführenden Gewerke den BU-Schaden nicht dadurch noch verschlimmern, dass sie die geforderten Hygienestandards ignorieren. Das machen übrigens nicht nur Firmen gern, sondern auch Hausbesitzer, Hausverwaltungen und – ja, auch Versicherungsunternehmen. Nämlich jedes Mal dann, wenn sie alle drei aus Kostengründen keine Firmen beauftragen, die höhere Trocknungs-, Reinigungs- und Sanierungskosten geltend machen sowie Hygienegutachten und Raumluftmessungen im Angebot ausweisen. Mehr 
 

Cyber-Risiko – BU durch Datenverlust

„In Zeiten von Personalnot freuen sich die meisten Apotheker über jede Bewerbung – über fast jede. Unerfreulich wird es, wenn sich die vermeintliche Bewerbung per Mail als Cyber-Attacke herausstellt.“ (www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/nachricht-detail/cyber-attacke-virus-in-der-pta-bewerbung/) Bisher achten Apotheken oft viel zu wenig auf Cyberrisiken. Deshalb konnten zum Beispiel als Bewerbungsmails getarnte Trojaner schon so manche Apotheke zeitweise lahmlegen. Mehr

Absperr-Risiko – BU durch polizeiliche Maßnahmen

Ob G-20 Gipfel oder Bombenfunde, ob Schweinepest oder Vogelgrippe – Apotheken sind auch immer wieder mal von polizeilichen Absperrmaßnahmen betroffen. Dauern diese länger an, wie zum Beispiel bei den Tierseuchen der frühen 2000er Jahre oder der nur teilweise geglückten Bombenentschärfung im Mai 2018 in Dresden, entstehen Apothekern deutliche Umsatzeinbußen. Auch für diese sollten gute BU-Versicherungen dann aufkommen.

Sie wollen generell gern mal wissen, was Ihre Betriebsunterbrechungsversicherung alles beinhaltet und was ggf. nicht? Dann melden Sie sich bei uns. Unsere Fachleute prüfen das für Sie. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!