apotheken innenausbau apothekenbetriebsordnung umbau DenPhaMedApothekenbetriebsordnung (ApBetrO) und Umbau

Erzwungene Umbauarbeiten in Apotheken 

Änderungen der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) kommen Inhaberinnen und Inhaber von Apotheken mitunter teuer zu stehen. Einige Änderungen, das zeigt ein Blick in die Vergangenheit, machen in vielen älteren Apotheken insbesondere in innenstädtischen Lagen aufwendige Umbaumaßnahmen notwendig.

Durch die üblichen Übergangsfristen bis zum nächsten Umbau oder bis zur Apothekenabgabe kommen viele Apothekeninhaber gegen Ende ihrer beruflichen Laufbahn nochmal in den zweifelhaften Genuss, Ihre Apotheke umbauen zu müssen, wenn sie sie noch erfolgreichen in die nächste Generation übergeben möchten. Denn falls das nicht passiert, muss man seine Apotheke entweder schließen oder über den Rentenbeginn hinaus selbst weiter betreiben. Für diejenigen, die ihre Alterssicherung teilweise mit dem Erlös aus der Abgabe der Apotheke geplant haben, ist das ein harter Schlag.

Deshalb bietet es sich für Alt-Inhaber an, die Mindestanforderungen der ApBetrO in der eigenen Apotheke rechtzeitig umzusetzen. Unsere Experten sagen Ihnen gerne, wie das am einfachsten und preisgünstigsten machbar wäre. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Junge Apotheker brauchen einen Apothekenplaner im Übernahmeteam

apotheken apbetro umbau apothekenplanerFür übernehmende Apotheker hingegen sind auch die „weichen“ Lösungen oft keine Option, denn sie wollen natürlich mit einer modernen Apotheke aufwarten, die den Erwartungen der Kunden vollumfänglich entspricht. Meist ist hier dann ein Komplettumbau mindestens der Offizin samt verkaufsgerechtem Lichtkonzept angesagt.

Wir empfehlen deshalb, bereits während der Übernahmeverhandlungen einen sachkundigen Apothekenbauer einzubeziehen, damit drei wichtige Fragen von vornherein eindeutig geklärt sind:

  • Sind die notwendigen Baumaßnahmen in dieser Apotheke umsetzbar
  • Welche baulichen, technischen und finanziellen Aufwände sind damit in etwa verbunden
  • Welches neue Gesicht kann die Apotheke nach dem Umbau haben

Genau dafür bieten wir Ihnen genau dafür einen Gutschein für eine kompetente aber kostenlose Erstberatung. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
 

Diskretion und Beratung

1987 wurde die Beratungspflicht in der Apothekenbetriebsordnung verankert, denn bei besonderen Gesundheitsfragen erwarten Kunden eine diskrete Beratung, ohne dass die anderen wartenden Kunden alles mitbekommen.

apotheken innenausbau apbetro diskretion DenPhaMedDeshalb schreibt die ApBetrO seitdem einen gesonderten Beratungsraum für persönliche Gespräche vor. Wie fast immer galten dafür großzügige Übergangsfristen, die es bestehenden Apotheken erlauben, die Diskretion zunächst dadurch herzustellen, dass die Beratungsplätze in der Offizin durch optisch abgetrennte Bereiche in einer Ecke provisorisch vorgehalten werden konnten. Meist versteckt hinter Warenregalen oder Werbestehlen.

1990 wurde dann in den neuen ApBetrO ein optisch erkennbarer und von Kunden einzuhaltender Diskretionsbereich vor den Abgabeplätzen eingeführt, um auch dort persönliche Beratungsgespräche zu ermöglichen. Diese werden bis heute meist mit Markierungen auf dem Boden realisiert.

Im Prinzip gilt es jedoch in modernen Apotheken eine für jeden einzelnen Kunden spürbare und erlebbare Diskretion herzustellen, denn subjektives Wohlbefinden ist einem wesentlichen Element der Kundenbindung geworden. Gerade in kleinen Apotheken mit wenig Offizinfläche stellt deshalb der Einsatz sogenannter Beratungszylinder eine gute Lösung dar. Denn diese Raumwunder bieten je nach Bedarf geöffnet zusätzliche Präsentationsfläche oder im geschlossenen Zustand maximale Vertraulichkeit.

Barrierefreier Eingang und Notausgang fürs Labor

So geschehen als zum Beispiel die Einrichtung eines Notausgangs für das Labor vorgeschrieben oder als 2012 ein barrierefreier Zugang zur Apotheke gefordert wurde. Das traf und betrifft weiterhin alle, die entweder ihr Labor im Keller eingerichtet haben, oder bei denen beispielsweise eine kleine Treppe beziehungsweise auch nur eine einzige Stufe zur Offizin führt. Für beide Vorgaben galten die in anderen Fällen oft angewandten großzügigen Übergangsfristen übrigens nicht.

Im günstigsten Fall hatten diese Bestimmungen massive Umbauarbeiten zur Folge. Die Kosten für Apothekerinnen und Apotheker lagen nicht selten im sechsstelligen Bereich. Die Bezahlung der notwendigen Umbauten ging in aller Regel zulasten der Rücklagenplanung des Inhabers oder der Inhaberin. Allerdings wurde so ein späterer Verkauf an einen Nachfolger sichergestellt. Die Investition in den Umbau war zugleich eine in die Altersabsicherung. Eine große Hilfe in solchen Fällen sind Architekten, die sich auf die Gesundheitsbranche spezialisiert haben. Denn solche Experten wissen in aller Regel genau, was gefordert wird, was notfalls noch erlaubt wird und was nicht.

apotheken apbetro umbau barrierefreiDeutlich schlimmer traf es Apotheken, für die eine bauliche Lösung nicht umsetzbar war. Beispielsweise weil vor dem Apothekeneingang nicht genügend Platz für eine Rampe oder einen Aufzug vorhanden war oder weil die Stadtverwaltung einen Umbau verbot. In anderen Fällen ließen es die räumlichen Verhältnisse nicht zu, einen Notausstieg für ein im Kellergeschoss liegendes Labor einzurichten. Auch hier empfiehlt es sich immer einen spezialisierten Architekten hinzu zu ziehen. Denn mit Hilfe der Erfahrung dieser Spezialisten lassen sich manchmal noch Lösungen finden, die anderen verborgen geblieben wären.

Es gab und gibt noch weitere Gründe, weshalb ein Umbau nicht realisiert wird. So scheuen gerade ältere Apotheker und Apothekerinnen, die bereits an ihren Ruhestand denken, noch einmal große Investitionen in ihre Apotheke. Das kann durchaus eine Fehlentscheidung sein, insbesondere dann, wenn die Apotheke sich nach einem Umbau zu einem guten Preis an einen Nachfolger hätte verkaufen lassen. Auch für solche komplizierten Fälle der Apothekenabgabe gibt es spezialisierte Berater, die Inhaberinnen und Inhabern mit ihrer Expertise einen Großteil der Altersversorgung sichern können. Solche Experten können übrigens oftmals auch dann helfen, wenn sich eine Bank querstellt und keinen Kredit gewähren will. mehr (link auf Apothekenverkauf)
 

110 Quadratmeter sind nicht gleich 110 Quadratmeter

Ein anderes Beispiel für weitreichende Konsequenzen, die von geänderten Verordnungen ausgehen können, ist die 1995 erfolgte Neuberechnung der Apothekenmindestgröße von 110 Quadratmetern.

apotheken innenausbau apbetro 110 DenPhaMedZur Erinnerung: Bis zur erwähnten Änderung konnten Sanitär-, Pausen- und Büroräume in die Berechnung der Apothekengröße aufgenommen werden. 1995 wurde das geändert. Sanitärräume fielen komplett weg. Pausen- und Büroräume durften nur noch mitberechnet werden, wenn sie als Notdienstzimmer ausgelegt waren. Anders gesagt: Seitdem wird nur noch die Flächensumme von Offizin, Lager, Labor und Notdienstzimmer zur Ermittlung der vorgegebenen Mindestgröße von 110 Quadratmetern herangezogen. Dank langer Übergangsfristen war das für Inhaber kleinerer Apotheken, die nun nicht mehr auf die geforderte Mindestgröße von 110 Quadratmetern kamen, zuerst kein Problem. Sie durften ihre Apotheken weiterführen.

Zum Problem wurde es aber, wenn die Inhaber kleiner Apotheken eine Grundrenovierung planten oder ihre Apotheke an einen Nachfolger verkaufen wollten. Denn in diesem Moment griff die Verordnungsanpassung. Mögliche Nachfolger hätten für die zu kleinen Apotheken gar keine Betriebserlaubnis erhalten. Die Apotheken waren damit unverkäuflich, Planungen der Altersversorgung in Teilen über den Haufen geworfen. Den Inhabern blieben nur drei Alternativen, die allesamt einen erheblichen Mehraufwand an Zeit und Geld, den Verzicht auf Verkaufserlöse oder den Aufschub des Ruhestands bedeuteten:

  • Ein Neuanfang an einem anderen Standort.
  • Schließung der Apotheke ohne Verkauf an einen Nachfolger.
  • Arbeiten bis es nicht mehr geht. In Niedersachsen beispielsweise gab es vor einigen Jahren zwei Apotheker im Alter von 90 beziehungsweise 91 Jahren, wie die Presse berichtete.

In unserem Netzwerk gibt es etliche Spezialisten für den Neu- oder Umbau von Apotheken und auch Berater, die sich mit Abgabeplanungen sowie mit Finanzierungsfragen auseinandersetzen. Eine E-Mail genügt, und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

apotheken 711 apbetro umbau markt apotheke DenPhaMed